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Meta stoppt KI-Bildgenerator „Muse Image“ nach heftiger Kritik

Der Tech-Gigant Meta hat nach massiven Protesten die neue KI-Funktion "Muse Image" wieder eingestellt. Nutzer kritisierten die automatische Aktivierung und Datenschutzbedenken.

News Veroeffentlicht 11 Juli 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Eine Darstellung von künstlicher Intelligenz, die Bilder generiert.
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Der Social-Media-Riese Meta hat eine kurz zuvor gestartete Funktion seines KI-Chatbots, die „Muse Image“, nach heftiger Kritik von Nutzern und Prominenten wieder vom Netz genommen. Die Funktion ermöglichte es, basierend auf öffentlich zugänglichen Instagram-Profilen realistische Bilder und Videos zu generieren.

Meta reagierte mit der Einstellung der Funktion auf Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der automatischen Aktivierung, die ohne explizite Zustimmung der Nutzer erfolgte.

KI-Funktion nach wenigen Tagen gestoppt

Meta hatte die KI-Anwendung „Muse Image“ erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots eingeführt. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Dies löste bei vielen Nutzern und Organisationen Besorgnis aus.

Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA, die bereits zuvor vor den Gefahren von KI für Schauspieler gewarnt hatte, rief gemeinsam mit mehreren Prominenten dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als „inakzeptabel“ und als eine „völlige Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung“.

Meta gab am Freitag bekannt, auf die geäußerten Bedenken reagiert zu haben. „Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar“, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Die SAG-AFTRA begrüßte Metas Entscheidung, die Funktion schließlich wieder einzustellen.

Datenschutz und Zustimmung im Fokus

Der Fall „Muse Image“ wirft erneut die Frage nach dem Umgang von Technologiekonzernen mit Nutzerdaten und der Transparenz bei der Einführung neuer KI-Funktionen auf. Insbesondere die automatische Aktivierung von Funktionen, die potenziell sensible Daten verarbeiten, stößt auf zunehmende Kritik.

Nutzer befürchten, dass ihre online geteilten Bilder und Videos ohne ihr volles Einverständnis für KI-Trainingszwecke oder zur Generierung neuer Inhalte verwendet werden könnten. Dies betrifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch Kreative und öffentliche Personen, deren digitale Identität durch solche Werkzeuge potenziell unkontrolliert vervielfältigt werden kann.

Die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch zu den Auswirkungen von KI auf die Film- und Fernsehbranche geäußert. Die Sorge besteht, dass KI-generierte Darsteller und Inhalte menschliche Schauspieler ersetzen könnten, was zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen würde. Die Kritik an „Muse Image“ ist somit auch ein Teil dieser breiteren Auseinandersetzung mit der Rolle von KI in der Kreativwirtschaft.

Ausblick auf weitere KI-Entwicklungen

Meta und andere Tech-Unternehmen investieren weiterhin massiv in die Entwicklung von KI-Technologien. Die Reaktion auf die Kritik an „Muse Image“ könnte jedoch dazu führen, dass zukünftige Produkte sorgfältiger und mit mehr Rücksicht auf Nutzerbedenken entwickelt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Debatte um KI, Datenschutz und Urheberrecht weiterentwickeln wird und welche regulatorischen Maßnahmen ergriffen werden, um die Interessen der Nutzer besser zu schützen. Für die Nutzer von sozialen Medien bedeutet dies, aufmerksam zu bleiben und die Datenschutzeinstellungen sorgfältig zu prüfen, insbesondere wenn neue KI-Funktionen eingeführt werden.

Wichtige Fakten

Punkt Beschreibung
Funktion Muse Image von Meta
Zweck Generierung von Bildern und Videos aus Instagram-Profilen mittels KI
Kritikpunkte Automatische Aktivierung, Datenschutzbedenken
Reaktion Einstellung der Funktion durch Meta nach Protesten
Beteiligte Meta, Nutzer, SAG-AFTRA, Prominente

Die Einstellung der KI-Funktion durch Meta unterstreicht die wachsende Sensibilität für Datenschutzfragen und die Notwendigkeit einer breiteren gesellschaftlichen Debatte über den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Für die Nutzer von sozialen Plattformen ist es wichtig, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und ihre digitalen Rechte zu kennen.

Quelle: Der Spiegel Kultur (https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/meta-nach-kritik-konzern-stoppt-neue-ki-funktion-muse-image-a-ee005490-4b6b-434f-bf3a-41ec6daff13c#ref=rss)

Quelle

Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-07-11T07:25:00+00:00