Uschi Glas nimmt Abschied von Werner Enke – „Zur Sache, Schätzchen“-Star mit 85 Jahren gestorben
Der Schauspieler Werner Enke, bekannt aus dem Kultfilm „Zur Sache, Schätzchen“, ist am 20. Juli 2026 im Alter von 85 Jahren in München gestorben. Seine langjährige Weggefährtin Uschi Glas erinnert sich an die gemeinsame Zeit und richtet bewegende Worte an den Verstorbenen.


Der deutsche Schauspieler Werner Enke, einem breiten Publikum durch den Film „Zur Sache, Schätzchen“ bekannt, ist tot. Er starb am 20. Juli 2026 nach schwerer Krankheit in München im Alter von 85 Jahren. Ein Freund bestätigte seinen Tod gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und berief sich dabei auf Enkes Lebensgefährtin, die Regisseurin May Spils. Nun nimmt auch seine frühere Filmpartnerin Uschi Glas (82) Abschied von ihm.
Kultfilm der späten Sechziger
Mit „Zur Sache, Schätzchen“ gelang Werner Enke 1968 an der Seite von Uschi Glas der große Durchbruch. Der Film, bei dem May Spils Regie führte, wurde zu einem der bekanntesten deutschen Komödien der späten 1960er-Jahre. Für Uschi Glas war es die erste Zusammenarbeit mit einer Regisseurin überhaupt, wie sie in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung betonte. Die beiden Schauspieler verband seitdem eine jahrzehntelange Freundschaft. Eigentlich hatten sie für das Jahr 2028 die gemeinsame Feier des 60. Jubiläums des Films geplant – ein Vorhaben, das nun nicht mehr verwirklicht werden kann.
Uschi Glas: „Du warst der Bürgerschreck, ich die Bürgerliche“
In einem emotionalen Nachruf erinnert sich Uschi Glas an die gemeinsame Zeit. Sie beschreibt die Dynamik am Set: „Wir haben uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt.“ Die unterschiedlichen Persönlichkeiten hätten die Zusammenarbeit jedoch besonders gemacht. „Ich war die Bürgerliche, Werner hingegen der Bürgerschreck. Er hat mich fasziniert – und ich ihn womöglich auch ein bisschen.“ Direkt an den Verstorbenen gewandt, sagt sie: „Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab. Von Herzen möchte ich mich bei dir bedanken.“ Sie wünscht ihm eine schöne Zeit „da draußen im Himmel, im Weltall“. Nach Werners Tod führte Uschi Glas noch ein langes Gespräch mit May Spils. Beide teilen die Überzeugung, „dass die Seele irgendwie, irgendwo weiter existiert“.
Wichtige Fakten
| Detail | Information |
|---|---|
| Name | Werner Enke |
| Geburtsjahr | 1941 (Alter bei Tod: 85) |
| Todesdatum | Juli 2026 |
| Todesort | München |
| Bekanntester Film | „Zur Sache, Schätzchen“ (1968) |
| Todesursache | Schwere Krankheit (nicht näher bezeichnet) |
| Bestätigung durch | May Spils (Lebensgefährtin) via dpa |
| Reaktion von Uschi Glas | Interview in der Münchner Abendzeitung |
Ein Stück deutscher Filmgeschichte
Werner Enke stand für eine Ära des deutschen Kinos, die von unbeschwerten Komödien und jungen, rebellischen Figuren geprägt war. Mit seiner Rolle als lässiger Antiheld prägte er das Bild des „Bürgerschrecks“ und wurde zum Star der späten Sechziger. Der Film „Zur Sache, Schätzchen“ gilt bis heute als Klassiker und wird regelmäßig im Fernsehen wiederholt. Enke selbst zog sich später weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, blieb aber mit May Spils und engen Freunden verbunden.
Bedeutung für die Leser von Kino6 Community
Für Fans des deutschen Films und der Schauspieler der Nachkriegszeit ist der Tod Werner Enkes ein Verlust. Er steht für eine Generation, die das bundesdeutsche Kino neu definierte. Uschi Glas’ persönliche Erinnerungen geben einen seltenen Einblick hinter die Kulissen eines der Kultfilme der 1960er-Jahre. Die Geschichte zeigt auch, wie sehr die damaligen Produktionen heute noch nachwirken und wie eng die künstlerischen Beziehungen bis ins hohe Alter bestehen.
Quelle: Promiflash, basierend auf dpa und Münchner Abendzeitung – https://www.promiflash.de/news/2026/07/24/uschi-glas-trauert-um-ihren-filmkollegen-werner-enke-85.html
Quelle
Promiflash Originalveroeffentlichung: 2026-07-24T18:00:00+00:00
Clara Hoffmann
Stars- und Entertainment-Reporterin
