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Moscheebau in Wels: FPÖ-interner Konflikt zwischen Stadt und Bundespartei

Pläne für ein neues Gebetszentrum in Wels sorgen für interne Spannungen in der FPÖ. Während der Welser Bürgermeister pragmatisch bleibt, fordert die Bundespartei ein generelles Verbot.

News Veroeffentlicht 11 Juni 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
Modell eines geplanten Moscheeneubaus in Wels, das auch als Bildungszentrum dienen soll.
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TITLE: Moscheebau in Wels: FPÖ-interner Konflikt zwischen Stadt und Bundespartei
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EXCERPT: Pläne für ein neues Gebetszentrum in Wels sorgen für interne Spannungen in der FPÖ. Während der Welser Bürgermeister pragmatisch bleibt, fordert die Bundespartei ein generelles Verbot.
CATEGORY: Kino-News
TAGS: Wels, Moschee, FPÖ, Herbert Kickl, Andreas Rabl, Milli Görüs, Islam
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SEO_DESCRIPTION: Pläne für eine neue Moschee in Wels führen zu einem Konflikt innerhalb der FPÖ. Bürgermeister Andreas Rabl zeigt sich pragmatisch, während Bundesparteichef Herbert Kickl ein Verbot fordert.
MEDIA_QUERY: Moschee in Wels geplant, FPÖ-Politiker diskutieren
IMAGE_ALT: Modell eines geplanten Moscheeneubaus in Wels, das auch als Bildungszentrum dienen soll.

Moscheebau in Wels sorgt für Unruhe – in der FPÖ

Geheime Pläne für ein neues Moschee- und Bildungszentrum der Organisation Alif (Austria Linz Islamische Föderation) in Wels werden publik. Der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl zeigt sich auf Anfrage überrascht, hat aber nach eigenen Angaben kein Problem mit dem hinter der Organisation stehenden Islamverband. Ganz anders sieht dies FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl, der Organisationen wie Milli Görüs, zu denen Alif zählt, per Gesetz verbieten lassen möchte.

Alif präsentiert Pläne

Die Pläne der Austria Linz Islamische Föderation (Alif) wurden bisher abseits medialer Aufmerksamkeit auf Veranstaltungen wie der Türkischen Kulturmesse präsentiert. Dort wurden Spenden für ein „Neues Vereins- und Bildungszentrum“ erbeten. Auf Türkisch ist jedoch klar vom „YENİ CAMii VE EĞITİM MERKEZ“ die Rede, was „Neue Moschee und Bildungszentrum“ bedeutet. Alif präsentiert auch ein Foto und ein Modell des geplanten Neubaus. Das Modell zeigt ein äußerlich neutral gestaltetes Gebäude ohne Minarett, das Ähnlichkeiten mit dem Kultur- und Bildungszentrum des Welser Albaner-Vereines Xhamia Horizont aufweist.

Zweideutige Bezeichnungen

Der Obmann des Albaner-Vereines, Sadula Fetai, betont, dass sein Zentrum keine Moschee sei. Jedoch sprach der Chef der Islamischen Religionsgemeinde Linz, Murat Baser, auf X von einer „der größten und modernsten Moscheen Österreichs“. Die Innenansichten des von Alif geplanten Zentrums lassen keinen Zweifel: Der Gebetsraum ist als prachtvoll gestaltete Halle konzipiert, die eindeutig Merkmale einer Moschee aufweist.

Alif und Milli Görüs

Alif betreibt laut Medienberichten ein ähnliches doppeltes Sprachspiel auch bei einem Großprojekt in Freistadt. Dort steht auf einem Transparent auf Deutsch „Neubau Kulturhaus“, auf Türkisch jedoch „Moscheeneubau“. Die Landespolizeidirektion Linz ordnet Milli Görüs, der Bewegung, zu der Alif gehört, dem „politischen Islam, sehr fundamentalistisch ausgerichtet“ zu, mit einer Tendenzausrichtung, „die Scharia über unsere Gesetze zu stellen“. Trotzdem betont die LPD, dass mit Alif ein „gutes Einvernehmen“ bestehe.

FPÖ-interner Zwiespalt

Die Frage, wie die FPÖ mit dem Moscheeprojekt in Wels umgeht, offenbart einen deutlichen internen Konflikt. Bundesparteiobmann Herbert Kickl fordert seit langem ein Verbotsgesetz gegen den Politischen Islam, konkret gegen Organisationen wie Muslimbrüder, Milli Görüs oder Atib.

Auf lokaler Ebene zeigt sich die FPÖ jedoch pragmatischer. Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl erklärt: „Wir haben kein Problem mit Alif.“ Dies beruht offenbar auf Gegenseitigkeit, denn auch der örtliche Alif-Obmann Muhammed Bilgiç betont, dass es mit der Bürgermeisterpartei „überhaupt keine Probleme“ gebe.

Frühere Konflikte und zukünftige Hindernisse

Diese gelassene Haltung steht im Kontrast zu früheren Auseinandersetzungen. 2018 untersagte Rabl einen Alif-Kongress im Messezentrum, da dort Kemal Ergün, Chef der vom deutschen Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften IGMG, auftreten sollte.

Sollte Alif ihren Bauplan offiziell einreichen, könnten neue Probleme entstehen. Rabl stellt klar: „Mit mir als Bürgermeister wird es in Wels keine Moschee geben.“ Bislang habe der Verein noch keinen Bauantrag gestellt. Vorgespräche hätten sich nur um eine Vergrößerung des bestehenden Vereinsheimes gedreht, was an den örtlichen Gegebenheiten scheitere. Rabl weiß jedoch, dass Alif nach einem größeren Grundstück sucht. Einen Widmungstrick, ähnlich wie bei Xhamia, wo die Moschee offiziell als Veranstaltungssaal deklariert ist, schließt Rabl aus. Alif scheint auf die Zeit nach den Landtags- und Kommunalwahlen 2027 zu setzen, um ihre Pläne voranzutreiben.

Wichtige Fakten

Punkt Details
Projekt Neues Moschee- und Bildungszentrum
Organisation Alif (Austria Linz Islamische Föderation)
Standort Wels
FPÖ-Position (Stadt) Bürgermeister Andreas Rabl: „Kein Problem mit Alif“
FPÖ-Position (Bund) Herbert Kickl: Fordert Verbot von Organisationen wie Milli Görüs
Status Pläne präsentiert, Bauantrag noch nicht gestellt

Die Entwicklung ist für die Leser von Kino6 Community relevant, da sie Einblicke in die politische und gesellschaftliche Debatte in Österreich gibt, die auch die Film- und Medienlandschaft beeinflussen kann. Die Diskussion um Moscheebauten und die damit verbundenen politischen Spannungen sind Teil des gesellschaftlichen Diskurses, der sich auch in Filmen und Serien widerspiegeln kann.

Quelle: diepresse.com, https://www.diepresse.com/29398127/moschee-bau-in-wels-sorgt-fuer-unruhe-in-der-fpoe

Quelle

diepresse.com Originalveroeffentlichung: 2026-06-11T03:23:40+00:00