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Wanderer nach Nacht im Schnee gerettet – „grenzt an ein Wunder“

Ein allein wandernder Mann aus Baden-Württemberg überlebte eine Nacht bei eisigen Temperaturen und Schneefall in den Tiroler Alpen. Nach einer großangelegten Suchaktion wurde er schwer verletzt gefunden.

News Veroeffentlicht 11 Juni 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Bergretter im Einsatz während einer Suchaktion in schneebedecktem Gebirge
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Ein dramatisches Schicksal ereilte einen Wanderer aus Ettlingen in Baden-Württemberg, der während einer alleinigen Bergtour in den Tiroler Alpen in eine lebensbedrohliche Situation geriet. Nach einer Nacht im Schnee, bei eisigen Temperaturen und schlechter Sicht, konnte der Mann nur knapp dem Tod entronnen. Seine Rettung wird von den Einsatzkräften als „Wunder“ bezeichnet.

Allein in die Berge

Der Mann war am Dienstagmorgen alleine von Bach, nahe der bayerischen Grenze, zu einer Wanderung aufgebrochen. Als er bis zum Abend nicht in seiner Ferienunterkunft zurückkehrte, schlug der Wirt Alarm. Sofort wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, an denen Polizeibeamte, Feuerwehrleute und spezialisierte Bergretter mit Suchhunden und Drohnen beteiligt waren.

Schwierige Bedingungen und Unterbrechung der Suche

Die Suche gestaltete sich aufgrund des schlechten Wetters mit Nebel und Schneefall äußerst schwierig. In der Nacht mussten die Einsatzkräfte die Suche aufgrund der widrigen Bedingungen unterbrechen. Erst am Mittwochmorgen, als sich der Nebel vorübergehend lichtete, konnten Hubschrauber mehrere Suchteams im betroffenen Gebiet absetzen.

Wunderbare Entdeckung

Der schwer verletzte Wanderer wurde schließlich bei einem Bergsattel in einem Schneefeld auf einer Höhe von rund 2.200 Metern entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann im Gebiet des 2.388 Meter hohen Strahlkopfes über eine steile und felsige Flanke abgestürzt war. Die genaue Unfallstelle befand sich in der Nähe der Gemeinde Holzgau.

Ein Überlebenskampf

Die Flugrettungsgesellschaft ARA berichtete, dass die Temperaturen in der Nacht um den Gefrierpunkt lagen. „Es muss Schutzengel geben, anders ist es nicht erklärbar, dass man mit solchen Verletzungen eine Nacht bei diesen Temperaturen und Schneefall im Freien überlebt“, zitierten die Flugretter aus einer Mitteilung. Der Wanderer war ansprechbar, konnte sich jedoch nicht an den genauen Hergang des Unfalls erinnern.

Internationale Rettung und Transport

Nach seiner Entdeckung wurde der schwer verletzte Mann umgehend mit einem Helikopter in eine Klinik im bayerischen Murnau geflogen. Die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und deutschen Rettungskräften war hierbei entscheidend.

Wichtige Fakten

Information Details
Geretteter Wanderer aus Ettlingen, Baden-Württemberg
Ort Tiroler Alpen, nahe Strahlkopf (2.388 m)
Bedingung Eine Nacht im Schnee, Temperaturen um 0°C
Verletzungen Schwer verletzt
Rettung Großangelegte Suchaktion mit Hubschrauber, Suchhunden und Drohnen

Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Gefahren, die das Bergwandern bergen kann, insbesondere bei wechselhaftem Wetter. Die schnelle und professionelle Reaktion der Rettungskräfte sowie das Überleben des Mannes unter extremen Bedingungen sind bemerkenswert und geben Anlass zur Hoffnung, dass auch in aussichtslosen Situationen Rettung möglich ist.

Quelle: diebayern.de – Schwer verletzt im Schnee – Deutscher überlebt Nacht am Berg (https://www.diebayern.de/unfall/schwer-verletzt-im-schnee-deutscher-ueberlebt-nacht-am-berg-3146330)

Quelle

diebayern.de Originalveroeffentlichung: 2026-06-11T00:11:18+00:00