Kinderkrankentage 2025: Frauen tragen weiterhin die Hauptlast
Eine Auswertung der AOK zeigt, dass im vergangenen Jahr 73 Prozent der Kinderkrankentage von Frauen genommen wurden. Dies unterstreicht die fortbestehende ungleiche Verteilung der Fürsorgearbeit in Familien.


Kinderkrankentage 2025: Frauen tragen weiterhin die Hauptlast
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EXCERPT: Eine Auswertung der AOK zeigt, dass im vergangenen Jahr 73 Prozent der Kinderkrankentage von Frauen genommen wurden. Dies unterstreicht die fortbestehende ungleiche Verteilung der Fürsorgearbeit in Familien.
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TAGS: Elternzeit, Familie, Kinderbetreuung, Arbeitswelt, Gleichstellung
SEO_TITLE: Kinderkrankentage 2025: Frauen leisten weiterhin den Großteil der Betreuung
SEO_DESCRIPTION: Laut einer AOK-Auswertung nahmen Frauen 2025 weiterhin 73 Prozent der Kinderkrankentage in Anspruch. Die Studie beleuchtet die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit und die Auswirkungen auf berufstätige Eltern.
MEDIA_QUERY: berufstätige Mutter mit Kind zu Hause
IMAGE_ALT: Eine berufstätige Mutter versucht, zu Hause ihre Arbeit und die Betreuung eines kranken Kindes zu vereinbaren.
Die Betreuung kranker Kinder stellt für viele Familien eine Herausforderung dar, und eine aktuelle Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) verdeutlicht, dass diese Last nach wie vor überwiegend von Frauen getragen wird. Im vergangenen Jahr entfielen 73 Prozent der insgesamt genommenen Kinderkrankentage auf weibliche Kassenmitglieder. Männer nutzten lediglich 27 Prozent dieser Regelung.
Ungleiche Verteilung der Care-Arbeit
Die Ergebnisse, die auf Daten von 14,9 Millionen erwerbstätigen AOK-Mitgliedern basieren, zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Während der bundesweite Anteil der Männer bei 27 Prozent lag, gab es regionale Unterschiede: In Bayern war die Inanspruchnahme durch Männer mit 23 Prozent am niedrigsten, während sie in Sachsen mit fast 31 Prozent am höchsten war.
Carola Reimann, die Chefin des AOK-Bundesverbands, kommentierte die Entwicklung und betonte, dass die anhaltende Ungleichverteilung der sogenannten Care-Arbeit in Familien durch die Zahlen für 2025 bestätigt werde. Sie äußerte den Wunsch, dass Männer häufiger von ihrem gesetzlichen Anspruch auf Kinderkrankentage Gebrauch machen sollten, um eine gerechtere Aufteilung der Verantwortung zu ermöglichen.
Gesetzliche Regelungen und Inanspruchnahme
Gesetzlich versicherte Eltern haben das Recht, Krankengeld zu beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren erkrankt und sie deshalb nicht zur Arbeit gehen können. Pro Kind und Elternteil stehen dafür im Jahr 15 Tage zur Verfügung, für Alleinerziehende verdoppelt sich dieser Anspruch auf 30 Tage. Bei mehreren Kindern erhöht sich der Anspruch auf maximal 35 Arbeitstage pro Elternteil und auf maximal 70 Tage für Alleinerziehende. Die Krankenkasse übernimmt dabei in der Regel 90 Prozent des Nettoverdienstausfalls.
Die Gesamtzahl der Beantragungen von Kinderkrankengeld bei der AOK ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. 4,6 Prozent der berechtigten Versicherten beantragten mindestens einmal Kinderkrankengeld, im Vorjahr waren es 4,8 Prozent. Einen Höchststand gab es 2022 während der Corona-Pandemie mit 5,1 Prozent. Im Durchschnitt dauerte ein Kinderkrankenfall im vergangenen Jahr 2,5 Tage.
Auswirkungen auf die Arbeitswelt
Die Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich berufstätige Eltern, insbesondere Mütter, gegenübersehen. Die Notwendigkeit, die Betreuung kranker Kinder zu organisieren, kann zu erheblichen Einschränkungen im Berufsleben führen und die Karriereplanung beeinflussen. Die fortwährende Dominanz von Frauen bei der Inanspruchnahme von Kinderkrankentagen deutet darauf hin, dass traditionelle Rollenbilder in Bezug auf die Fürsorgearbeit weiterhin Bestand haben.
Die Politik hat in der Vergangenheit versucht, die Inanspruchnahme von Kinderkrankentagen durch Väter zu fördern, unter anderem durch die Erhöhung der zur Verfügung stehenden Tage. Die aktuelle Auswertung legt jedoch nahe, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, um eine wirklich gleichberechtigte Teilhabe beider Elternteile an der Kinderbetreuung zu erreichen. Dies könnte durch gezielte Aufklärungskampagnen, flexible Arbeitszeitmodelle und eine stärkere Verankerung von Gleichstellungsprinzipien am Arbeitsplatz geschehen.
Die AOK-Auswertung liefert wichtige Daten für die Debatte um Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie um die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland. Die Erkenntnisse sind relevant für politische Entscheidungsträger, Arbeitgeber und die interessierte Öffentlichkeit, die sich mit den Strukturen familiärer Verantwortung und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt auseinandersetzen.
Datos clave
| Aspekt | Wert |
|—|—|
| Anteil Frauen an Kinderkrankentagen 2025 | 73 Prozent |
| Anteil Männer an Kinderkrankentagen 2025 | 27 Prozent |
| Durchschnittliche Dauer eines Kinderkrankenfalls | 2,5 Tage |
| Erfasste AOK-Mitglieder | 14,9 Millionen |
Diese Entwicklung ist für die Leser von Kino6 Community von Bedeutung, da sie Einblicke in gesellschaftliche Trends und die Lebensrealität von Menschen gibt, die sich auch mit Themen wie Familiengründung, Partnerschaft und der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auseinandersetzen – Aspekte, die oft indirekt auch in Filmen und Serien thematisiert werden.
Fuente: FAZ Feuilleton, https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/kinderkrankentage-2025-frauen-tragen-hauptlast-laut-aok-accg-200885752.html
Datos clave
| Punto | Detalle |
|---|---|
| Fuente | FAZ Feuilleton |
| Fecha | 2026-06-01T00:43:51+00:00 |
| Tema | 73 Prozent: Kinderkrankentage nehmen laut AOK immer noch meistens Frauen |
Quelle
FAZ Feuilleton Originalveroeffentlichung: 2026-06-01T00:43:51+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
