US-Sanktionen gegen mutmaßliche Benzinschmuggler in Mexiko
Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen ein Netzwerk verhängt, das mit dem Jalisco Nueva Generación Kartell in Verbindung steht und im illegalen Kraftstoffhandel zwischen den USA und Mexiko aktiv ist.


Das US-Finanzministerium hat am Dienstag Sanktionen gegen ein Netzwerk von mutmaßlichen Benzinschmugglern verhängt, das Verbindungen zum einflussreichen Drogenkartell Jalisco Nueva Generación in Mexiko unterhält. Die Maßnahmen richten sich gegen zwei mexikanische Staatsangehörige und neun Unternehmen, die beschuldigt werden, an einem systematischen Diebstahl und Schmuggel von Kraftstoffen beteiligt zu sein.
Ausweitung der kriminellen Aktivitäten
Laut Angaben des US-Finanzministeriums umfasst das System den grenzübergreifenden Schmuggel von Benzin und Diesel zwischen den USA und Mexiko. Dies beinhalte auch die Nutzung gefälschter Zollpapiere und Briefkastenfirmen, um Steuerzahlungen zu umgehen und jährliche Gewinne in Millionenhöhe zu erzielen. US-Finanzminister Scott Bessent betonte, dass diese Sanktionen das Ausmaß aufzeigen, in dem mexikanische Kartelle ihre Geschäfte über den traditionellen Drogenhandel hinaus ausweiten, um ihre kriminellen Organisationen zu finanzieren. Diese Organisationen sind weiterhin in den Handel mit tödlichen Drogen verwickelt, die zum Tod von Amerikanern führen.
Die Gewinnung von geschmuggeltem oder gepanschtem Sprit hat sich in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Einnahmequelle für Drogenkartelle entwickelt. Dabei werden Kraftstoffe oder Rohöl, die vom staatlichen mexikanischen Ölkonzern gestohlen wurden, entweder auf dem heimischen Schwarzmarkt verkauft oder in die USA geschmuggelt. Der Diebstahl erfolgt durch verschiedene Methoden wie das Anzapfen von Pipelines, aus Raffinerien, die Entführung von Tanklastzügen oder die Bestechung von Verantwortlichen. In Mexiko ist dieses Vorgehen als „huachicol“ bekannt.
Internationale Handelsrouten des illegalen Kraftstoffs
Die Kartelle sollen auch Treibstoff, der in den USA gekauft wurde, nach Mexiko schmuggeln. Dort wird er unter Umgehung von Zöllen und Steuern mit großem Profit an mit den Kartellen verbundene Tankstellen verkauft. Um die Einfuhrbestimmungen zu umgehen, werden die Kraftstoffe bei der Einreise nach Mexiko oft als Schmierstoffe deklariert. Für Schmierstoffe fallen in Mexiko im Gegensatz zu Treibstoffen nur geringe oder gar keine Steuern an. Eine kürzlich in der „Financial Times“ veröffentlichte Recherche beleuchtete die Routen, auf denen Treibstoffe ohne Abgaben aus den USA nach Mexiko gelangen und dort mit erheblichen Gewinnen für die Kartelle weiterverkauft werden.
Verschärfter Kampf gegen Kartelle
Die USA haben unter der Präsidentschaft von Donald Trump den Kampf gegen lateinamerikanische Drogenbanden intensiviert. Mehrere Kartelle, darunter auch Jalisco Nueva Generación, wurden als terroristische Organisationen eingestuft. Diese jüngsten Sanktionen unterstreichen die Bemühungen der US-Regierung, die finanziellen Ströme krimineller Organisationen auszutrocknen, die nicht nur im Drogenhandel, sondern zunehmend auch in anderen illegalen Wirtschaftszweigen wie dem Kraftstoffschmuggel aktiv sind.
Wichtige Fakten
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Sanktionen | Verhängt vom US-Finanzministerium gegen zwei Personen und neun Unternehmen |
| Beschuldigung | Beteiligung an Diebstahl und Schmuggel von Kraftstoffen zwischen USA und Mexiko |
| Verbindung | Mutmaßliche Verbindungen zum Drogenkartell Jalisco Nueva Generación |
| Methode | Nutzung von Pipelines, gefälschten Dokumenten und Briefkastenfirmen |
| Ziel | Umgehung von Steuern und Erzielung hoher Gewinne |
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Quelle: Der Spiegel Kultur – USA verhängen Sanktionen gegen mutmaßliche Benzinschmuggler in Mexiko (https://www.spiegel.de/ausland/usa-verhaengen-sanktionen-gegen-mutmassliche-benzinschmuggler-in-mexiko-a-9b217673-4615-4195-a86c-e358797681be#ref=rss)
Quelle
Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-30T22:49:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
