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Trump droht Iran mit „Vernichtung“ nach erneuten Angriffen – Abkommen in Gefahr

Nach Eskalation im Persischen Golf und gegenseitigen Vergeltungsschlägen warnt US-Präsident Donald Trump vor einer militärischen "Vollendung". Das fragile Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran steht auf der Kippe.

News Veroeffentlicht 30 Juni 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
US-Kampfflugzeug hebt von einem Flugzeugträger ab
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Die Spannungen im Persischen Golf eskalieren weiter. Nach erneuten Angriffen auf Schiffe und gegenseitigen Vergeltungsschlägen durch die USA und verbündete Golfstaaten hat US-Präsident Donald Trump mit drastischen Worten reagiert. Er drohte dem Iran mit „Vernichtung“, sollte die Aggression fortgesetzt werden. Das erst Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern, das eine Waffenruhe und die Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vorsah, steht damit unmittelbar vor dem Scheitern.

Erneute Angriffe und Vergeltung

Nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom haben US-Streitkräfte erneut Vergeltungsschläge gegen iranische Ziele durchgeführt. Angriffe hätten sich gegen Flugabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur gerichtet. Grund sei ein iranischer Angriff auf einen Öltanker gewesen.

Dies ist bereits der zweite US-Angriff auf den Iran seit Inkrafttreten des Rahmenabkommens. Erst am Freitag und in der Nacht zum Samstag hatten die USA iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen angegriffen. Diese Maßnahmen waren eine Reaktion auf einen Angriff auf ein Containerfrachtschiff am Donnerstag. Einem hochrangigen US-Beamten zufolge war der jüngste Schlag „größer als gestern Abend“.

Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO meldete unterdessen, dass ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Nach Angaben der „New York Times“ soll eine iranische Drohne involviert gewesen sein. Bei dem getroffenen Schiff handelte es sich demnach um die unter panamaischer Flagge fahrende „Kiku“, die auf dem Weg von Katar in die Vereinigten Arabischen Emirate war.

Trump verschärft Ton

US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf der Plattform Truth Social verärgert über den Iran. Er bezeichnete den US-Angriff als Vergeltung für einen erneuten Bruch der Waffenruhe durch den Iran. „Es ist gut möglich, dass sie es nie lernen werden!“, schrieb Trump. „Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden.“ Seine schärfste Drohung richtete sich direkt an Teheran: „Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!“

Iranische Reaktionen und Angriffe auf Golfstaaten

Der iranische Staatssender Irib meldete in der Nacht Explosionen in einem Dorf nahe der Stadt Sirik sowie Einschläge von Geschossen in einem Kommunikationsturm und in Außenbezirken der Hafenstadt Bandar-Lengeh. Auch auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus seien Einschläge erfolgt. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Revolutionswächter des Iran teilten zudem mit, dass Angriffe auf acht Ziele in US-Einrichtungen in Kuwait und Bahrain eine Reaktion auf die jüngsten US-Schläge seien. Betroffen seien der US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und die 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain. Teheran kündigte an: „Gegen jedes Schiff, das die Vereinbarung verletzt, wird mit Nachdruck vorgegangen. Jede Aggression des Feindes wird aufs Härteste beantwortet.“

Das Golfemirat Kuwait meldete ebenfalls Raketen- und Drohnenangriffe, während in Bahrain Luftalarm ausgelöst wurde. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Ruhe und zum Aufsuchen von Schutzräumen auf.

Fragiles Abkommen auf der Kippe

Das im März ausgehandelte Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran hatte eine vorläufige Beendigung der Kampfhandlungen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgesehen. Es sollte als Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen dienen, die unter anderem das iranische Atomprogramm zum Thema haben sollten und auf 60 Tage angesetzt waren.

Angesichts der jüngsten Eskalation und der gegenseitigen Drohungen ist die Zukunft dieses Abkommens höchst ungewiss. Die Ereignisse der vergangenen Nacht stellen die Bemühungen um eine Deeskalation und friedliche Lösung des Konflikts erheblich infrage.

Wichtige Fakten

Sachverhalt Details
US-Angriffe auf Iran Vergeltung für Angriffe auf Öltanker und Containerfrachter; Ziele waren u.a. Flugabwehr und Drohnenlager.
Trump-Drohung „Vernichtung“ Irans bei fortgesetzter Aggression; militärische „Vollendung“ des begonnenen Werks.
Iranische Gegenschläge Meldungen über Einschläge in Syrien; angebliche Angriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait und Bahrain.
Rahmenabkommen Mitte Juni geschlossen; vorsah Waffenruhe und Öffnung der Straße von Hormus; nun in Gefahr.

Die Entwicklungen im Persischen Golf sind für die globale Sicherheit und die Energiemärkte von entscheidender Bedeutung. Die anhaltende Eskalation birgt das Risiko einer weiteren militärischen Konfrontation, die weitreichende Folgen hätte. Die Nachricht über die Drohungen von US-Präsident Trump und die Gefährdung des Friedensabkommens ist daher von großem Interesse für die Leser von Kino6 Community, da sie die globale politische Landschaft und mögliche Auswirkungen auf internationale Beziehungen und Konflikte beleuchtet.

Quelle: Der Spiegel Kultur, https://www.spiegel.de/ausland/irankrieg-donald-trump-droht-iran-mit-vernichtung-nach-der-naechsten-nacht-voller-angriffe-a-455c65fe-5ff3-406b-b1b9-5f48456bf615#ref=rss

Quelle

Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-28T02:12:00+00:00