Star City“: Sowjetische Raumfahrt als packender Thriller auf Apple TV+
Die neue US-Serie "Star City" beleuchtet den Wettlauf ins All aus sowjetischer Perspektive und kombiniert historische Fakten mit spannender Fiktion.


„Star City“: Sowjetische Raumfahrt als packender Thriller auf Apple TV+
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EXCERPT: Die neue US-Serie „Star City“ beleuchtet den Wettlauf ins All aus sowjetischer Perspektive und kombiniert historische Fakten mit spannender Fiktion.
CATEGORY: Kino-News
TAGS: Star City, Apple TV+, Raumfahrt, Sowjetunion, Thriller, Science-Fiction, For All Mankind
SEO_TITLE: „Star City“: Apple TV+ Serie über sowjetische Raumfahrt als Thriller
SEO_DESCRIPTION: Die Serie „Star City“ auf Apple TV+ erzählt die Geschichte der sowjetischen Raumfahrt als fesselnden Thriller mit Intrigen, Spionage und menschlichen Dramen.
MEDIA_QUERY: Szene aus der Serie „Star City“ mit Kosmonauten in sowjetischer Raumfahrtausrüstung vor einem Weltraumhintergrund
IMAGE_ALT: Kosmonauten in sowjetischer Raumfahrtausrüstung im Weltraum, Szene aus der Serie „Star City“
Die neue US-Serie „Star City“, die ab sofort auf Apple TV+ verfügbar ist, wirft einen fesselnden Blick auf die sowjetische Raumfahrt. Die achtteilige Produktion erzählt schaurig-unterhaltsam aus der Perspektive der UdSSR vom Wettlauf ins All und kombiniert dabei historische Errungenschaften mit spannenden fiktiven Elementen. Fans der erfolgreichen Serie „For All Mankind“ dürften hier auf ihre Kosten kommen, auch wenn „Star City“ eine gänzlich eigene Richtung einschlägt.
Sowjetische Erfolge im All
Das Herz der sowjetischen Raumfahrt schlug im realen Sternenstädtchen bei Moskau, einer bis heute von Geheimnissen umwitterten, geschlossenen Siedlung. In der Serie „Star City“ wird dieser Ort zum Schauplatz eines tiefgründigen Dramas, das von Intrigen, persönlichen Tragödien, skrupellosen Spionen und der Brutalität des sowjetischen KGB geprägt ist.
Die Macher der Serie lassen sich von den realen Erfolgen der sowjetischen Raumfahrt inspirieren. Der erste Mensch im All war ein Russe, und die Serie stellt diese Erfolge in den Mittelpunkt. Anders als in vielen westlichen Darstellungen wird die Raumfahrtgeschichte hier jedoch neu erzählt, mit teils fantastisch-grotesken Zügen. Die erfundene Mondlandung eines Kosmonauten wird aus sowjetischer Sicht geschildert, mit vielen Parallelen zur Ursprungsserie, aber einem klaren Fokus auf die UdSSR.
Detailverliebte Inszenierung
Gedreht wurden die rund einstündigen Folgen in Litauen, das einst Teil der Sowjetunion war. Das Setting im sozialistischen Plattenbau-Ambiente versetzt die Zuschauer authentisch in die 1960er und 1970er Jahre. Während das echte Moskau damals keinen Menschen zum Mond brachte, verbuchte es im Kalten Krieg doch einen Rekord nach dem anderen zum Ärger Washingtons. „Star City“ beleuchtet aber auch die dunklen Seiten dieser Erfolge, die oft auf Kosten der persönlichen Freiheit und durch rücksichtslose Unterdrückung erreicht wurden.
Hommage an den Pionier Koroljow
Die Science-Fiction-Serie ist auch eine Hommage an den Chefkonstrukteur Sergej Koroljow, der von Rhys Ifans („House of the Dragon“) herzerwärmend dargestellt wird. Koroljow war die treibende Kraft hinter dem sowjetischen Raketen- und Raumfahrtprogramm, konstruierte Raumkapseln und bereitete Juri Gagarin auf seinen historischen Flug vor. Ifans verleiht dieser Figur, die wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurde, das Gesicht eines Forschers, der trotz eines Alltags voller Bespitzelung und Erfolgsdruck seine Würde bewahrt. Sein Antrieb ist der Erfindergeist und der Wunsch, neue Sphären zu erkunden, bis hin zur Venus und zum Mars.
Die Serie zeigt, wie Heldenfiguren in der Sowjetunion erschaffen wurden. Während in Moskau gerade der erste Mensch auf dem Mond gefeiert wird, schickt der Chefkonstrukteur die erste Kosmonautin ins All. Die fiktive Figur Anastassija Belikowa (Alice Englert), die nach tragischen Ereignissen für diese Mission auserkoren wird, erinnert an Valentina Tereschkowa, die erste Frau im Weltall. Die Stars der sowjetischen Raumfahrt, ihre Familien und die beteiligten Wissenschaftler stehen jedoch unter ständiger Beobachtung der Staatssicherheit.
Die Schattenseiten des Überwachungsstaates
Eine zentrale Figur des Schreckens in „Star City“ ist Ljudmilla Raskowa (Anna Maxwell Martin), eine eiskalte KGB-Offizierin, die Wohnungen abhört und jeden bespitzelt. Bei ihrer Jagd nach einem Maulwurf, der Geheimnisse an die US-Konkurrenz verrät, schreckt sie auch vor Leichen nicht zurück. Die Serie weckt damit düstere Erinnerungen an den Überwachungsstaat der Sowjetunion.
Es ist kaum vorstellbar, dass die Russen ihre Raumfahrtgeschichte, die oft von Heldenerzählungen geprägt ist, selbst so kritisch erzählen würden. Unter Wladimir Putin, selbst ehemaliger KGB-Offizier, sind solche Darstellungen des autoritären Überwachungsstaates heute tabu. „Star City“ konfrontiert diese Verdrängung schonungslos, während russische Filme die Vergangenheit oft verklären.
Aktuelle Relevanz und Ausblick
Die Serie wirft auch einen Blick auf die heutige Realität: Moskau ist im Wettlauf zum Mond ins Hintertreffen geraten, geplagt von finanziellen Problemen und westlichen Sanktionen. Dennoch bleibt die Angst vor Spionage spürbar, selbst im Sternenstädtchen. Zu Sowjetzeiten war die Siedlung wie ein Hochsicherheitsgefängnis gesichert. Heute sind geführte Touren möglich, aber die Sicherheitsprüfungen sind streng. Sollte „Star City“ eine treue Fangemeinde aufbauen, könnte die Serie auch Menschen für die Raumfahrt und einen Besuch des Ortes interessieren, die bisher kein Interesse daran hatten.
Datos clave
| Aspekt | Detail |
|—|—|
| Serie | Star City |
| Plattform | Apple TV+ |
| Genre | Raumfahrt-Thriller |
| Perspektive | Sowjetunion |
| Inspirationsquelle | Reale Errungenschaften der sowjetischen Raumfahrt |
Die Serie „Star City“ ist nicht nur eine spannende Unterhaltung für Fans von Science-Fiction und historischen Dramen, sondern bietet auch einen tiefen Einblick in eine oft wenig beleuchtete Seite der Geschichte. Sie regt zum Nachdenken über die Ambitionen, Triumphe und die Schattenseiten des menschlichen Strebens nach den Sternen an, insbesondere im Kontext des Kalten Krieges und des sowjetischen Systems.
Fuente: Stern Kultur – https://www.stern.de/kultur/tv/streaming-serie–star-city–zeigt-sowjetische-raumfahrt-als-thriller-37458372.html
Datos clave
| Punto | Detalle |
|---|---|
| Fuente | Stern Kultur |
| Fecha | 2026-05-29T02:30:05+00:00 |
| Tema | Streaming-Serie: „Star City“ zeigt sowjetische Raumfahrt als Thriller |
Quelle
Stern Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-05-29T02:30:05+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
