Sarah Wiener trauert um ihre Stiefmutter Ingrid Wiener – eine Künstlerin zwischen Avantgarde und Gastronomie
Die österreichische Künstlerin Ingrid Wiener ist am 1. Oktober 2026 gestorben. Ihre Stieftochter, TV-Köchin Sarah Wiener, verliert eine prägende Bezugsperson und ein Vorbild. Ein Nachruf auf ein vielseitiges Leben zwischen Textilkunst, Berliner Lokalen und der Wiener Avantgarde.


Die TV-Köchin und Unternehmerin Sarah Wiener trauert um ihre Stiefmutter. Ingrid Wiener, eine vielseitige österreichische Künstlerin, ist am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026, gestorben. Sie wurde 83 Jahre alt; am Tag nach ihrem Tod wäre sie 84 geworden. Die Nachricht wurde vom Museum für Angewandte Kunst und der Charim Galerie bekannt gegeben.
Für Sarah Wiener war Ingrid Wiener weit mehr als ein Familienmitglied. In einer Würdigung, die bereits 2019 in Carolin Würfels Porträtbuch „Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung“ zitiert wurde, beschrieb die Köchin ihre Stiefmutter als großes Vorbild. „Ihre Küche ist wie sie selbst: leichtfüßig, unprätentiös, kreativ“, hieß es dort.
Ein Leben zwischen Kunst und Küche
Ingrid Wiener hinterlässt ein ungewöhnlich vielseitiges Lebenswerk. Sie arbeitete als Weberin, malte, fotografierte und schuf Collagen. Daneben schrieb sie mit ihren legendären Berliner Lokalen auch ein Stück Gastronomiegeschichte. Die Verbindung von bildender Kunst und Alltagskultur war für sie selbstverständlich.
Ihre künstlerische Laufbahn begann in der österreichischen Nachkriegsavantgarde. Nach dem Abbruch des Gymnasiums besuchte sie eine Textilschule, wo sie sich mit der Künstlerin Waltraud Höllinger anfreundete. Später webte sie unter anderem Gobelins für Dieter Roth und Friedensreich Hundertwasser.
| Wichtige Fakten zu Ingrid Wiener |
|---|
| Geboren: 1942 (Alter: 83 Jahre) |
| Gestorben: 1. Oktober 2026 |
| Berufe: Weberin, Malerin, Fotografin, Collagistin, Gastronomin |
| Bekannt für: Gobelins für Dieter Roth und Hundertwasser, Berliner Lokale, Verbindung von Kunst und Küche |
| Familie: Verheiratet mit Oswald Wiener (Sarah Wieners Vater), zuvor mit Konrad Bayer verbunden |
| Todesnachricht: Museum für Angewandte Kunst und Charim Galerie |
Eine prägende Bezugsperson
Für Sarah Wiener war Ingrid Wiener eine prägende Bezugsperson. Mit ihrem eigenständigen Lebensweg habe sie der Köchin immer wieder Mut gemacht. Ingrid Wiener setzte sich schon als junge Frau über gesellschaftliche Konventionen hinweg und bewegte sich selbstverständlich in der Künstlerszene.
Diese Haltung übertrug sich auf ihre Stieftochter, die in ihrer eigenen Karriere ebenfalls Küche und Kreativität verbindet. Die Beziehung der beiden war offenbar nicht nur familiär, sondern auch von gegenseitigem Respekt für den jeweils eigenen Weg geprägt.
Zweiter Verlust für Sarah Wiener
Für Sarah Wiener ist der Tod ihrer Stiefmutter der zweite schwere Verlust innerhalb der Familie in kurzer Zeit. Erst im April 2025 war ihre Mutter Lore Heuermann gestorben. Sie litt an Demenz und wurde von ihrer Tochter bis in die letzte Lebensphase begleitet.
Die Trauer um Ingrid Wiener betrifft nicht nur die Familie, sondern auch die österreichische Kunst- und Kulturszene. Ihr vielseitiges Werk und ihre Rolle in der Nachkriegsavantgarde werden in den kommenden Wochen sicherlich gewürdigt werden.
Was noch unklar ist
Details zu einer geplanten Trauerfeier oder öffentlichen Würdigung für Ingrid Wiener wurden bisher nicht bekannt gegeben. Auch über die genauen Umstände ihres Todes liegen keine Informationen vor. Die Bekanntgabe durch das Museum für Angewandte Kunst und die Charim Galerie bestätigt lediglich den Todestag.
Quelle: Promiflash, „Sarah Wiener trauert um ihre Stiefmutter Ingrid Wiener“, https://www.promiflash.de/news/2026/10/04/sarah-wiener-trauert-um-ihre-stiefmutter-ingrid-wiener.html
Quelle
Promiflash Originalveroeffentlichung: 2026-10-04T22:15:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
