Republikaner wollen Pentagon in „Kriegsministerium“ umbenennen
Donald Trump drängt auf eine Umbenennung des US-Verteidigungsministeriums. Ein Gesetzespaket im Kongress sieht nun eine solche Änderung vor, die eine Rückkehr zum historischen Namen "Kriegsministerium" bedeuten könnte.


US-Präsident Donald Trump treibt die Umbenennung des Pentagon voran. Nach Informationen der „Washington Post“ hat die Partei die Namensänderung in ein Gesetzespaket integriert, das im Kongress verabschiedet werden soll. Konkret geht es um die Umbenennung des Verteidigungsministeriums in „Kriegsministerium“, ein Name, der bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet wurde.
Hintergrund der Namensänderung
Bereits im September des Vorjahres ließ Pete Hegseth, der als Verteidigungsminister bezeichnet wurde, ein Schild an seiner Bürotür anbringen, auf dem „Kriegsminister“ stand. Dies folgte einer direkten Anordnung von Präsident Trump. Die Namensänderung des Pentagon ist jedoch nicht ohne Hürden: Eine solche Umbenennung muss vom Kongress genehmigt werden.
Fortschritte im Kongress
Nun scheint die Partei Trumps Wunsch nachzukommen. Die Namensänderung wurde in ein Gesetzespaket über den Verteidigungsetat von 1,15 Billionen US-Dollar eingefügt. Dies ist ein bedeutender Schritt, doch die endgültige Entscheidung liegt noch bei den Abstimmungen beider Kammern des Kongresses, die im Laufe des Jahres erwartet werden.
Intern bereits umgesetzt
Im Pentagon selbst scheint die Namensänderung unter dem umstrittenen Minister Hegseth bereits weiter fortgeschritten zu sein. Nach Trumps ursprünglicher Anordnung wurden der X-Account des Ministeriums und die Website bereits mit dem neuen Namen aktualisiert. Auch E-Mail-Signaturen sollen entsprechend angepasst worden sein. Aktuell werden „Kriegsministerium“ und „Kriegsminister“ jedoch noch als alternative Titel geführt. Sollte der Kongress dem Plan zustimmen, könnte die offizielle Umbenennung noch in diesem Jahr erfolgen.
Hegseth erklärte gegenüber Fox News, man wolle einen „Kriegerethos“ wiederbeleben und nach außen hin abschrecken. Dies geschehe nicht, weil man Konflikte suche, sondern um das Heimatland sicherer zu machen.
Historischer Kontext
Der Name „Kriegsministerium“ ist nicht neu. Laut US-Regierungsangaben entstand der Name und das Ministerium im Jahr 1789 und wurde bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Die aktuelle Entwicklung wirft Fragen über die künftige Ausrichtung der US-Außen- und Sicherheitspolitik auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Trump Berichten zufolge den Friedensnobelpreis anstrebt.
Wichtige Fakten
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Geplante Umbenennung | Pentagon soll „Kriegsministerium“ heißen |
| Initiator | Donald Trump |
| Aktueller Stand | Namensänderung in Gesetzespaket des Kongresses integriert |
| Historischer Bezug | Name „Kriegsministerium“ bis nach dem Zweiten Weltkrieg gültig |
| Begründung Hegseth | Wiederbelebung eines „Kriegerethos“ zur Abschreckung |
Die potenzielle Umbenennung des Pentagon könnte symbolisch für eine härtere außenpolitische Haltung der USA stehen. Während Trump einerseits den Friedensnobelpreis anstrebt, signalisiert die Namensänderung eine stärkere Betonung militärischer Stärke und Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Für Beobachter der US-Politik und internationaler Beziehungen ist dies ein Zeichen, das genau beobachtet werden muss.
Quelle: Der Spiegel Kultur, https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-pentagon-konnte-bald-offiziell-kriegsministerium-heissen-a-36f6fb44-d84c-4704-8ed4-f2128f89619e#ref=rss
Quelle
Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-11T23:50:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
