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Regenbogenfamilien im Fokus: ZDF-Reportage beleuchtet Herausforderungen

Die neue 37°-Reportage im ZDF begleitet zwei Regenbogenfamilien und zeigt die rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden auf, mit denen sie im Familienalltag konfrontiert sind.

News Veroeffentlicht 15 Juni 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Zwei Frauen halten ein Baby im Arm, eine dritte Frau lächelt sie an.
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Neue Perspektiven auf Familie

Die ZDF-Reportage „Meine ziemlich bunte Familie“ wirft einen einfühlsamen Blick auf moderne Familienstrukturen, die weit über das traditionelle „Vater, Mutter, Kind“-Modell hinausgehen. Filmemacherin Denise Jacobs begleitet zwei Regenbogenfamilien ein Jahr lang und dokumentiert deren Leben, Freuden und die besonderen Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen.

Rechtliche Hürden bei der Familiengründung

Für Jasmin und Lara war der Weg zur eigenen Familie steinig. Da die Eizellenspende in Deutschland gesetzlich verboten ist, musste das Paar für die Gründung ihrer Familie nach Österreich reisen. Doch auch nach der Geburt ihrer Tochter bleiben rechtliche Hürden bestehen. In der Reportage äußert Jasmin ihren Unmut darüber, dass nur eine der beiden Frauen als Mutter in der Geburtsurkunde eingetragen ist und der Platz für das zweite Elternteil leer bleibt. Dies fühlt sich für sie ungerecht an, da das Mädchen biologisch Jasmins Tochter ist und beide Frauen verheiratet sind. Um rechtlich als Eltern anerkannt zu werden, steht der jungen Familie ein langwieriges und belastendes Adoptionsverfahren bevor.

Die Realität von Regenbogenfamilien

Der Begriff „Regenbogenfamilie“ bezeichnet Familien mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen. Laut dem Statistischen Bundesamt lebten im Jahr 2024 in Deutschland rund 31.000 Regenbogenfamilien mit minderjährigen Kindern. Die Reportage zeigt exemplarisch, wie diese Familien oft mit rechtlichen und gesellschaftlichen Hindernissen konfrontiert sind, die den Familienalltag erheblich beeinflussen können.

Ein Beispiel für Vielfalt: Oskars große Familie

Ein weiteres Porträt in der Sendung ist Oskar aus München. Der zehnjährige Junge hat eine inklusive Großfamilie, bestehend aus drei Müttern, zwei Vätern und einem Stiefbruder. Für Oskar ist diese Konstellation alltäglich und normal. Zu seiner Familie gehören seine leibliche Mutter Judith, ihre Ex-Frau Andrea, Judiths Partnerin Rita und deren Sohn Valentin, sowie Oskars leiblicher Vater Herbert und dessen Mann Christian. Judith beschreibt in der Reportage, dass eine größere Anzahl von Eltern auch eine größere Komplexität und Fragilität mit sich bringen kann, aber auch eine Vielfalt an Bedürfnissen. Insbesondere nach der Trennung von Rita wird deutlich, wie sich das Familienleben neu organisieren muss, um ein sicheres Umfeld für die Kinder zu gewährleisten.

Liebe und Geborgenheit finden unterschiedliche Wege

Denise Jacobs‘ Dokumentation unterstreicht eindrücklich, dass Familie weit mehr ist als die traditionelle Konstellation von „Vater, Mutter, Kind“. Liebe, Vertrauen und Geborgenheit können in den unterschiedlichsten familiären Konstellationen gefunden werden, trotz gesellschaftlicher Vorurteile und bestehender Hindernisse.

Wichtige Fakten

Aspekt Details
Sendungstitel 37°: Meine ziemlich bunte Familie
Sender ZDF
Ausstrahlungstermin Dienstag, 16. Juni, 22:15 Uhr (auch in der ZDF-Mediathek verfügbar)
Thematik Rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen von Regenbogenfamilien
Statistische Angabe (2024) 000 Regenbogenfamilien mit minderjährigen Kindern in Deutschland

Die Reportage bietet dem deutschen Publikum eine wichtige Perspektive auf die Vielfalt familiärer Lebensformen und regt zum Nachdenken über gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Anpassungen an. Sie zeigt, dass Liebe und Zusammenhalt die Grundlage jeder Familie bilden, unabhängig von ihrer Struktur.

Quelle: Stern Kultur – https://www.stern.de/kultur/tv/warum-familie-nicht-nur–vater–mutter–kind–bedeutet-37539928.html

Quelle

Stern Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-13T22:00:05+00:00