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Maybrit Illner: US-Iran-Deal – Desaster für Amerika, Sieg für Teheran?

Die Talkshow „maybrit illner“ analysierte den umstrittenen „Iran-Deal“ Trumps. Gäste wie Norbert Röttgen und Guido Steinbach zeigten sich kritisch gegenüber den Folgen für die USA und die Weltwirtschaft.

News Veroeffentlicht 19 Juni 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
Maybrit Illner im Studio während ihrer Talkshow.
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TITLE: Maybrit Illner: US-Iran-Deal – Desaster für Amerika, Sieg für Teheran?
SLUG: maybrit-illner-us-iran-deal-desaster-amerika-sieg-teheran
EXCERPT: Die Talkshow „maybrit illner“ analysierte den umstrittenen „Iran-Deal“ Trumps. Gäste wie Norbert Röttgen und Guido Steinbach zeigten sich kritisch gegenüber den Folgen für die USA und die Weltwirtschaft.
CATEGORY: Kino-News
TAGS: Maybrit Illner, Donald Trump, Iran, USA, Nahost, Politik-Talkshow, F.A.Z.
SEO_TITLE: Maybrit Illner: TV-Kritik zum Iran-Deal – Desaster für die USA?
SEO_DESCRIPTION: Die Sendung „maybrit illner“ beleuchtete den von Donald Trump verkündeten „Iran-Deal“. Experten und Politiker diskutierten die Auswirkungen für die USA und die Welt.
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IMAGE_ALT: Maybrit Illner im Studio während ihrer Talkshow.

Die Sendung „maybrit illner“ widmete sich in ihrer jüngsten Ausgabe dem von Donald Trump verkündeten „Iran-Deal“. Unter der Fragestellung „Trumps Frieden mit Iran – Desaster oder Durchbruch?“ debattierten Gäste über die weitreichenden Folgen des von den USA und Israel begonnenen Konflikts und die Substanz der US-amerikanischen Vereinbarung mit dem Iran.

Por que importa

Trumps „Friedensdeal“ mit dem Iran, der pompös im Schloss Versailles unterzeichnet wurde, wird von vielen Nahostexperten und sogar Teilen der eigenen Partei als historisches Desaster für Amerika betrachtet. Das 14-Punkte-Umfassende „Memorandum of Understanding“ offenbart laut Kritikern das Scheitern von Trumps Kriegs Zielen und eine tiefgreifende Krise der Weltwirtschaft.

Die Folgen für die USA und ihre Verbündeten am Golf sind gravierend. Trump konnte seine arabischen Partner nicht vor den Angriffen der iranischen Revolutionsgarden schützen, was zu einem Vertrauensverlust führte. Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran ließ die Benzinpreise in den USA explodieren und stellte die ursprünglichen Kriegsziele Trumps, wie den Sturz des iranischen Regimes oder die Zerstörung seines Atomwaffenpotenzials, als unerreichbar dar.

Contexto

Gäste wie der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen zeigten sich entsetzt über das Ergebnis. Röttgen, der zuvor das Ende des iranischen Regimes prognostiziert hatte, bezeichnete den Deal als „strategische Niederlage Amerikas auf der ganzen Linie“. Ähnlich drastisch fiel die Einschätzung des deutsch-iranischen Grünen-Politikers Omid Nouripour aus, der von einer „Kapitulation der USA“ sprach.

Der Leiter des ZDF-Studios in Washington, Elmar Theveßen, teilte diese Einschätzung und nutzte ebenfalls das Wort „Kapitulation“. Der Nahost-Experte Guido Steinbach vermied zwar diesen Begriff, benannte aber die Öffnung der Straße von Hormus und die Wiederaufnahme der Ölexporte als positive Effekte für die Weltwirtschaft, insbesondere für asiatische Länder. Gleichzeitig betonte er, dass dies dem Iran eine Finanzierung ermögliche und somit einen „großen Sieg für den Iran und eine Niederlage der USA“ darstelle. Steinbach warnte zudem, dass die Vereinbarung im Hinblick auf die Straße von Hormus der Beginn einer iranischen Hegemonie in der Golf-Region sein könnte, was Europa erpressbar mache.

Minu Barati, eine deutsch-iranische Filmproduzentin und Autorin, brachte die Perspektive der iranischen Bevölkerung ein. Sie bezeichnete das Abkommen als „verheerend“ für das Volk, das zu über 70 Prozent das repressive Regime ablehne. Barati kritisierte das „rückgratlose“ Verhalten von Bundeskanzler Merz, der dem Regime gratuliert habe, und schilderte die katastrophale Versorgungslage und die verstärkte Unterdrückung im Iran.

Steinbach zeigte Verständnis für Merz‘ Haltung beim G7-Gipfel in Évian, da die europäischen Staaten auf Amerikas Unterstützung im Ukraine-Krieg angewiesen seien.

Wichtige Fakten

Punkt Beschreibung
Thema der Sendung Analyse des US-„Iran-Deals“ unter Donald Trump
Kernkritik Desaster für die USA, Sieg für den Iran, Unsicherheit für die Weltwirtschaft
Schlüsselereignis Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran
Diskutierte Folgen Wirtschaftliche Krise, Vertrauensverlust der USA, iranische Hegemonie-Gefahr
Gäste Norbert Röttgen, Omid Nouripour, Guido Steinbach, Minu Barati, Elmar Theveßen

Die Diskussion verdeutlichte die tiefen Gräben in der Einschätzung des „Iran-Deals“ und dessen potenziellen Auswirkungen auf die globale politische und wirtschaftliche Landschaft. Für deutsche Zuschauer sind die Entwicklungen am Golf und die daraus resultierende Abhängigkeit von Energieimporten sowie die Rolle der USA in internationalen Konflikten von besonderem Interesse.

Quelle: FAZ Feuilleton – TV-Kritik Maybrit Illner: Und der Sieger heißt Iran – https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/talkshow/tv-kritik-maybrit-illner-18-6-2026-accg-200945679.html

Quelle

FAZ Feuilleton Originalveroeffentlichung: 2026-06-19T00:58:24+00:00