Zum Inhalt springen
Kino, Stars, Streaming, Serien und Entertainment-News aus Deutschland.
News

EU-Migrationskommissar Brunner verzeichnet Rückgang irregulärer Einreisen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner berichtet von einem deutlichen Rückgang irregulärer Einreisen in die EU und führt dies auf neue politische Maßnahmen und verstärkte Zusammenarbeit mit Transitländern zurück.

News Veroeffentlicht 11 Juni 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
Symbolbild zur Migrationskontrolle an der EU-Grenze mit flatternder EU-Flagge.
EDD 2008: EU border control | by euforic services | openverse | by-sa

Der EU-Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) hat einen signifikanten Rückgang der irregulären Einreisen in die Europäische Union verzeichnet. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe teilte Brunner mit, dass die Zahlen über die letzten zwei Jahre um 55 Prozent gesunken seien, wobei auf bestimmten Routen, wie über den Westbalkan, sogar ein Rückgang von 90 Prozent innerhalb von drei Jahren zu beobachten war.

Weniger Schutzsuchende an EU-Grenzen

Zwischen Januar und April 2026 gab es einen Rückgang von 67 Prozent bei den Versuchen, ohne gültige Dokumente oder Einreiseerlaubnis von der Türkei auf die griechischen Inseln in die EU zu gelangen, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Bereits im ersten Quartal 2025 war ein Rückgang von 30 Prozent bei den irregulären Zuwanderungsversuchen registriert worden.

Ursachen für den Rückgang

Experten führen diese Entwicklung nicht nur auf die EU-Politik zurück, sondern auch auf Maßnahmen in Transitländern wie Libyen und Tunesien. Zudem haben sich die Migrationsbedingungen in einigen Herkunftsländern verändert. Brunner betonte, dass das neue europäische Asylsystem (GEAS), das am 12. Juni in Kraft tritt, die Kontrolle über die Migration nach Europa zurückgewinnen soll.

Erfolge bei Rückführungen

Brunner berichtete auch von ersten Erfolgen bei der Rückführung abgelehnter Asylsuchender in ihre Herkunftsländer. Die Rückführungsquote sei im vergangenen Jahr von 21 Prozent auf knapp 30 Prozent gestiegen, auch wenn dies noch als „viel zu wenig“ eingestuft wird. Für diejenigen, die Rückkehrbescheide ignorieren, kündigte Brunner Konsequenzen an, die von Gefängnisstrafen bis zu zukünftigen Einreiseverboten reichen könnten.

Zusammenarbeit mit Drittstaaten

Um die Rückführungen zu verbessern, soll die Zusammenarbeit mit Drittstaaten ausgebaut werden. Geplant sind sogenannte Rückkehrzentren außerhalb der Europäischen Union, in die abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden sollen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können. Brunner wies Kritik von Menschenrechtsorganisationen und Kirchenverbänden, die eine „Kriminalisierung der Migration“ befürchten, zurück. Er versicherte, dass die Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem UN-Flüchtlingshilfswerk erfolgt und die Zentren mit etablierten Partnern betrieben werden.

Unterstützung aus Deutschland und Österreich

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich ebenfalls wiederholt für solche Rückkehrzentren ausgesprochen. Neben Deutschland und Österreich befürworten auch Länder wie Dänemark die Einrichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten.

Das Recht auf Asyl bleibt bestehen, betonte Brunner, und es gäbe keinen Zweifel daran. Deutschland sei Vorreiter bei der Umsetzung der neuen Reformen.

Herausforderungen für die Mitgliedsstaaten

Die EU-Mitgliedsstaaten müssen sich darauf vorbereiten, in den kommenden zwölf Monaten insgesamt 60.000 Asylanträge an den EU-Außengrenzen zu prüfen. Der Erfolg des Solidaritätsmechanismus zwischen den 27 EU-Ländern hängt von dieser Prüfung ab. Ländern wie Polen oder Ungarn, die die neuen Asylregeln bisher ablehnen, müsse man die Vorteile des Systems besser erklären. Brunner ist überzeugt, dass das System das Vertrauen der Bevölkerung in legale Migration stärken kann, welche „wir für unsere Arbeitsmärkte brauchen“.

Datos clave
| Aspekt | Information |
|—|—|
| Rückgang irregulärer Einreisen | 55% in zwei Jahren (EU-weit) |
| Rückgang auf Westbalkan-Route | 90% in drei Jahren |
| Rückführungsquote | Von 21% auf knapp 30% gestiegen |
| Inkrafttreten GEAS | 12. Juni |
| Geplante Asylanträge an Außengrenzen | 60.000 in den nächsten 12 Monaten |

Die Relevanz dieser Entwicklung für die Leser von Kino6 Community liegt in der politischen und gesellschaftlichen Dimension von Migration, die oft Stoff für Filme, Serien und Dokumentationen bildet. Das Verständnis der politischen Maßnahmen und ihrer Auswirkungen kann tiefere Einblicke in die Entstehung und Thematiken von audiovisuellen Werken geben, die sich mit diesen komplexen Fragestellungen auseinandersetzen.

Fuente: zeit.de – https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-06/migration-magnus-brunner-eu-kommissar-rueckgang-europa

Datos clave

Punto Detalle
Fuente zeit.de
Fecha 2026-06-07T01:02:47+00:00
Tema Migration und Flucht: EU Kommissar Brunner sieht Rückgang irregulärer Einreisen

Quelle

zeit.de Originalveroeffentlichung: 2026-06-07T01:02:47+00:00