D4vd-Prozess: Chatnachrichten zeigen Drohungen der getöteten Teenagerin – Hintergründe zum Fall des TikTok-Stars
Im Mordprozess gegen den Sänger D4vd (21) sind belastende Chatnachrichten der getöteten 14-jährigen Celeste Rivas verlesen worden. Darin drohte sie dem Musiker einen Tag vor ihrem Tod. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die gefährliche Dynamik zwischen Online-Stars und ihren jungen Fans.


Der Mordprozess gegen den 21-jährigen Sänger D4vd (bürgerlich David Burke) hat am Montag neue, explosive Details zutage gefördert. Vor einem Gericht in Los Angeles wurden Chatnachrichten verlesen, die D4vd und die 14-jährige Celeste Rivas am Tag vor ihrem Tod ausgetauscht hatten. Sie zeigen ein angespanntes Verhältnis – und eine unerwartete Wendung in dem Fall, der die Musik- und Social-Media-Welt erschüttert.
Der Fall im Überblick
D4vd steht seit April 2025 im Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die 14-Jährige in sein Haus in den Hollywood Hills gelockt, mit einem Messer getötet und ihre Leiche zerstückelt zu haben. Monate später wurden Überreste von Celeste in D4vds Tesla gefunden. Der Musiker plädiert auf nicht schuldig. Der Prozess, der nun begonnen hat, zieht internationales Medieninteresse auf sich – auch in Deutschland, wo D4vd über Streamingdienste und TikTok eine treue Fangemeinde besitzt.
Die Chatnachrichten – Drohungen und eine verhängnisvolle Einladung
Die verlesenen Nachrichten vom 22. April 2025 zeigen Celeste in einer wütenden und verzweifelten Stimmung. Sie drohte D4vd unter anderem, ihn zu erwürgen, ihn zu töten und seine Karriere zu zerstören. Auslöser war offenbar die Freundschaft des Sängers zu einer Frau namens Aysia Collins, die sich in D4vds Haus aufgehalten hatte. Celeste reagierte in den Chats äußerst eifersüchtig und aggressiv.
Doch der Ton zwischen den beiden änderte sich abrupt: D4vd schrieb am Folgetag, er habe ein Uber für Celeste organisiert und bat sie, zu ihm zu kommen. Sie schrieb zurück, sie sei fast da. D4vd ließ das Tor geöffnet und die Tür unverschlossen. Das war Celestes letzte Nachricht. D4vd schickte danach noch mehrere Nachrichten, in denen er fragte, wo sie sei, und bis nach Mitternacht um eine Antwort bat. Die Verteidigung argumentiert, dass Celeste von sich aus auf den Besuch bestanden habe, um D4vd vor seiner Asien-Tournee zu sehen.
Der Aufstieg von D4vd – Ein Social-Media-Star vor Gericht
D4vd wurde vor allem durch die Plattform TikTok und später durch Streamingdienste bekannt. Mit melancholischem Pop und introspektiven Texten sammelte er Millionen Follower. In Interviews betonte er immer wieder, wie sehr ihn seine Online-Community geprägt habe und dass er viele Freundschaften zunächst im Internet knüpfte. Sein Aufstieg geschah ohne klassisches Label, rein über virale Reichweite. Genau dieses Phänomen – die enge, oft unkontrollierte Beziehung zwischen Influencern und ihren jungen Fans – steht nun mittelbar vor Gericht.
Die Verteidigungsstrategie
D4vds Anwältin Blair Berk stellte im Kreuzverhör heraus, dass die Drohungen von Celeste ausgingen. Sie verwies darauf, dass die Teenagerin bereits zuvor gewalttätig gegenüber D4vd geworden sein soll. Die Verteidigung will den Eindruck erwecken, D4vd habe die Gefahr nicht richtig eingeschätzt und sei selbst Opfer einer toxischen Beziehung geworden. Die Staatsanwaltschaft hingegen malt das Bild eines berechnenden Täters, der das Vertrauen eines Kindes ausnutzte.
Was noch unklar ist
Der Fall wirft viele unbeantwortete Fragen auf. Warum lud D4vd Celeste nach den heftigen Drohungen dennoch ein? Welche Rolle spielte die dritte Person Aysia Collins? Und wie genau kam es in der Nacht zum 23. April 2025 zu der tödlichen Gewalt? Die Anklage stützt sich auf forensische Beweise, darunter DNA-Spuren und die Leichenfunde. Die Verteidigung will diese Indizien anfechten. Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Bedeutung für die Musik- und Streamingbranche
Der Fall D4vd ist nicht nur ein Kriminalfall, sondern auch ein Lehrstück über die Schattenseiten der Social-Media-Ära. Junge Künstler erreichen schnell Millionenpublikum, ohne ausreichenden Schutz vor grenzüberschreitenden Fans. Gleichzeitig entstehen oft ungesunde Abhängigkeiten. Plattformen wie TikTok stehen zunehmend in der Kritik, nicht genug gegen die Gefährdung Minderjähriger durch Influencer zu tun. Der Prozess könnte hier als Präzedenzfall dienen.
Wichtige Fakten und Quellen
| Aspekt | Detail | Quelle |
|---|---|---|
| Angeklagter | D4vd (David Burke), 21 Jahre, Sänger | Promiflash, TMZ |
| Opfer | Celeste Rivas, 14 Jahre | Promiflash |
| Tatvorwurf | Mord, Zerstückelung, Leichenbeseitigung | Staatsanwaltschaft LA |
| Auslöser der Drohungen | Eifersucht wegen Aysia Collins | Gerichtsprotokoll (via Promiflash) |
| Verteidigerin | Blair Berk | Promiflash, Getty Images |
| Prozessbeginn | 27. Juli 2026 (Voruntersuchung) | Promiflash |
Quelle: Promiflash – https://www.promiflash.de/news/2026/07/27/kurz-vor-dem-mordfall-drohte-celeste-d4vd-den-tod-an.html, ergänzende Recherche zu D4vds Karriere aus öffentlichen Quellen.
Quelle
Promiflash Originalveroeffentlichung: 2026-07-27T22:15:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
