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Deutscher Filmpreis: „In die Sonne schauen“ räumt zehn Lolas ab

Das Drama von Mascha Schilinski dominiert die Verleihung des Deutschen Filmpreises und sichert sich die Goldene Lola für den besten Spielfilm sowie neun weitere Auszeichnungen.

News Veroeffentlicht 11 Juni 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Verleihung des Deutschen Filmpreises mit Gewinnern und Preisträgern auf der Bühne.
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Das Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski hat den Deutschen Filmpreis 2026 dominiert. Bei der feierlichen Verleihung in Berlin sicherte sich der Film insgesamt zehn Auszeichnungen, darunter die begehrte Goldene Lola für den besten Spielfilm. Die Deutsche Filmakademie ehrte damit ein Werk, das sich mit dem Leben mehrerer Frauen auf einem Bauernhof über verschiedene Zeitebenen hinweg auseinandersetzt und bereits im Vorfeld die meisten Nominierungen erhalten hatte.

Schilinski wurde zudem für die beste Regie und das beste Drehbuch, das sie gemeinsam mit Louise Peter verfasste, ausgezeichnet. Auch in den Schauspielkategorien konnte der Film punkten: Lena Urzendowsky erhielt die Lola als beste Nebendarstellerin.

Der Politthriller „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak wurde mit der Silbernen Lola bedacht. Produzent Ingo Fliess nutzte die Bühne für politische Worte und betonte die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks in Deutschland, wobei er sich auf aktuelle Debatten bezog.

Die Bronzene Lola für den besten Spielfilm ging an „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, basierend auf dem Roman von Joachim Meyerhoff. Hier feierte Schauspiel-Legende Senta Berger einen besonderen Erfolg: Die 85-Jährige wurde für ihre Rolle in der Tragikomödie als beste Hauptdarstellerin geehrt und zeigte sich sichtlich gerührt. Ihr Filmpartner Michael Wittenborn erhielt die Auszeichnung als bester Nebendarsteller.

August Diehl wurde für seine Darstellung in „Das Verschwinden des Josef Mengele“ als bester Hauptdarsteller gefeiert.

Technische Probleme bei der Gala

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises musste zwischenzeitlich aufgrund technischer Schwierigkeiten unterbrochen werden. Die Probleme führten dazu, dass die Gäste den Saal verlassen mussten und auch die Online-Übertragung kurzzeitig ausgesetzt wurde. Die ARD zeigte die Gala zeitversetzt am späten Abend im Ersten. Eine Sprecherin der Programmdirektion bestätigte den unerwarteten Ausfall der Saaltechnik.

Weitere Preisträger und Ehrungen

Neben den Hauptpreisen wurden weitere Lolas vergeben. „Siri Hustvedt – Dance Around the Self“ wurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, während „Zirkuskind“ den Preis für den besten Kinderfilm erhielt.

Mit Spannung wurde auch die Auszeichnung für den besucherstärksten Film erwartet, die in diesem Jahr an Michael „Bully“ Herbigs „Das Kanu des Manitu“ ging.

Wim Wenders, eine Ikone des deutschen Films, wurde für seine Verdienste um das Kino mit dem Ehrenpreis geehrt. Wenders thematisierte auf der Bühne eine kontroverse Nacktszene aus seinem Film „Falsche Bewegung“ von 1975 und regte eine Diskussion über den Umgang mit Filmerbe an.

Die Gala am Berliner Funkturm versammelte rund 1900 Gäste. Moderator Christian Friedel sorgte mit humorvollen Seitenhieben für Unterhaltung, während die Akademiechefs Florian Gallenberger und Vicky Krieps zu Zusammenhalt aufriefen und die Bedeutung von Kultur als verbindendes Element betonten, das sich jeder Bevormundung widersetzt.

Datos clave
Deutscher Filmpreis 2026
Bester Spielfilm: „In die Sonne schauen“ (Goldene Lola)
Zehn Auszeichnungen für „In die Sonne schauen“
Ehrenpreis für Wim Wenders
Besucherstärkster Film: „Das Kanu des Manitu“

Die Ergebnisse des Deutschen Filmpreises sind von großer Bedeutung für die deutsche Filmbranche und bieten einen Einblick in die Vielfalt und Qualität der Produktionen des vergangenen Jahres. Die Erfolge von Filmen wie „In die Sonne schauen“ unterstreichen die Relevanz des anspruchsvollen Kinos, während Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien die Bandbreite des deutschen Filmschaffens widerspiegeln. Für die Leser von Kino6 Community sind diese Informationen entscheidend, um über die wichtigsten Ereignisse und prämierten Werke im deutschen Kino auf dem Laufenden zu bleiben.

Fuente: FAZ Feuilleton – https://www.faz.net/feuilleton/medien-und-film/deutscher-filmpreis-geht-an-in-die-sonne-schauen-200882175.html

Datos clave

Punto Detalle
Fuente FAZ Feuilleton
Fecha 2026-05-29T23:47:42+00:00
Tema Bester spielfilm: „In die Sonne schauen“ gewinnt beim Deutschen Filmpreis zehn Lolas

Quelle

FAZ Feuilleton Originalveroeffentlichung: 2026-05-29T23:47:42+00:00