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ZDF-Doku beleuchtet familiäre Zerrissenheit durch Parteiwechsel von Thomas Geisel

Eine neue ZDF-Dokumentation "Politik ist persönlich" zeigt die tiefen Risse, die der Parteiwechsel von Thomas Geisel von der SPD zum Bündnis Sahra Wagenknecht in seiner langjährigen Politikerfamilie verursacht hat.

News Veroeffentlicht 29 Mai 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
Thomas Geisel, ehemaliger Oberbürgermeister von Düsseldorf, im Mittelpunkt einer familiären und politischen Auseinandersetzung.
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TITLE: ZDF-Doku beleuchtet familiäre Zerrissenheit durch Parteiwechsel von Thomas Geisel
SLUG: zdf-doku-parteiwechsel-thomas-geisel
EXCERPT: Eine neue ZDF-Dokumentation "Politik ist persönlich" zeigt die tiefen Risse, die der Parteiwechsel von Thomas Geisel von der SPD zum Bündnis Sahra Wagenknecht in seiner langjährigen Politikerfamilie verursacht hat.
CATEGORY: Kino-News
TAGS: ZDF, Dokumentation, Politik, Familie Geisel, Thomas Geisel, Bündnis Sahra Wagenknecht, SPD
SEO_TITLE: ZDF-Doku: Parteiwechsel von Thomas Geisel spaltet Familie Geisel
SEO_DESCRIPTION: Die ZDF-Dokumentation "Politik ist persönlich" wirft einen intimen Blick auf die familiären Konflikte und Loyalitätskrisen, die Thomas Geisels Wechsel von der SPD zum Bündnis Sahra Wagenknecht ausgelöst hat.
MEDIA_QUERY: Thomas Geisel family political documentary
IMAGE_ALT: Thomas Geisel, ehemaliger Oberbürgermeister von Düsseldorf, im Mittelpunkt einer familiären und politischen Auseinandersetzung.

Der Wechsel von Thomas Geisel, dem ehemaligen Oberbürgermeister von Düsseldorf, von der SPD zum Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Jahr 2024 hat nicht nur die politische Landschaft, sondern vor allem auch seine eigene Familie tief gespalten. Eine neue Dokumentation des ZDF mit dem Titel "Politik ist persönlich" beleuchtet nun die emotionalen Verwerfungen und Loyalitätskonflikte, die dieser Schritt innerhalb der traditionsreichen SPD-Dynastie Geisel ausgelöst hat.

Tiefe familiäre Risse

Der Entschluss Geisels, nach 40 Jahren SPD-Mitgliedschaft die Partei zu wechseln, stürzte die Familie in eine tiefe Krise. Besonders sein 93-jähriger Vater, Alfred Geisel, der selbst 16 Jahre Landtagspräsident in Baden-Württemberg war, bezeichnete den Schritt seines Sohnes als "Akt der Unanständigkeit" und als "Parteiverrat". Die Dokumentation, die von Geisels Tochter Indira Regie geführt wurde, zeigt die dramatischen Folgen dieses politischen Alleingangs auf persönlicher Ebene. Tränen, laute Streits und tiefe Enttäuschungen prägen die familiären Auseinandersetzungen, während Thomas Geisel unbeirrt seinen Weg in der neuen Partei BSW fortsetzt.

Ein intimer Einblick

Indira Geisel begleitete ihren Vater über Monate hinweg mit der Kamera und ermöglicht so einen schonungslosen Einblick in das Innenleben einer Politikerfamilie, die mit den Konsequenzen eines radikalen politischen Wechsels ringt. Der Film, der als "kleines Fernsehspiel" im ZDF ausgestrahlt wird und bereits im ZDF-Streaming-Portal verfügbar ist, wird von Indira Geisel als eine "Abrechnung" mit ihrem Vater beschrieben, den sie als "sturen Alleingänger" bezeichnet, dem sie aber dennoch ihre Loyalität nicht versagen kann.

Politische Dimensionen

Über die familiäre Ebene hinaus beleuchtet die Dokumentation auch den Niedergang der traditionsreichen SPD und den kurzlebigen Höhenflug der neuen Partei BSW, die es 2025 nicht in den Bundestag schaffte. Der Film zeichnet somit auch das Scheitern von Thomas Geisel nach, der als Düsseldorfer Stadtoberhaupt 2020 abgewählt wurde und auch den Kampf um den Landesvorsitz des BSW in Nordrhein-Westfalen verlor. Seine Tochter wirft ihm vor, die SPD als letzte politische Konstante madig gemacht zu haben und zu einer Partei gerannt zu sein, die ihn eigentlich gar nicht wollte.

Kritik und Selbstreflexion

Auch Freunde und ehemalige Kollegen von Thomas Geisel distanzierten sich, da sie ihn nun als "populistischen Russland-Verharmloser" betrachten. Seine Tochter beschreibt ihn als einsam. Seine Vergangenheit als Manager bringt ihm von einer Cousine den abfälligen Begriff "Bonze" ein, während Geisel selbst zugesteht, "relativ wohlhabend" zu sein und nicht so zu tun, als wäre er einer von den "kleinen Leuten".

Trotz der tiefen Gräben und der offenen Kritik scheint die Familie am Ende des Films bei der Feier zum 94. Geburtstag von Oberhaupt Alfred Geisel wieder zusammenzukommen und gemeinsam Volleyball zu spielen. Doch der schale Beigeschmack bleibt, und Indira Geisel stellt fest: "Wahrscheinlich ist es auch leichter, jemandem zu verzeihen, der nicht gewonnen hat." Der Film ist die Abschlussarbeit von Indira Geisel an der Hochschule für Fernsehen und Film München und feierte seine Premiere beim DOK.fest München.

Datos clave

Aspekt Details
Dokumentation Titel Politik ist persönlich
Sender ZDF
Protagonist Thomas Geisel
Politikwechsel SPD zu Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
Regie Indira Geisel
Premiere DOK.fest München

Die Dokumentation "Politik ist persönlich" bietet einen seltenen und tiefen Einblick in die menschlichen und politischen Spannungen, die entstehen, wenn persönliche Überzeugungen und familiäre Bindungen aufeinandertreffen. Sie zeigt, wie politische Entscheidungen das Leben von Einzelpersonen und deren Umfeld nachhaltig prägen können, und regt zum Nachdenken über die Komplexität von Loyalität und Familie im politischen Kontext an.

Fuente: zeit.de – https://www.zeit.de/news/2026-05/29/zdf-doku-dieser-parteiwechsel-spaltet-eine-familie

Quelle

zeit.de Originalveroeffentlichung: 2026-05-29T03:30:06+00:00