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Peter Maffay und Johannes Oerding: Gespräch über Verlust und Rechtsruck

Peter Maffay und Johannes Oerding sprechen im Stern-Interview über den Verlust ihrer Väter, die Kraft der Musik und ihre Besorgnis über den gesellschaftlichen Rechtsruck in Deutschland.

News Veroeffentlicht 23 September 2026 4 Min. Lesezeit Leonie Weber
Peter Maffay und Johannes Oerding im Interview, Studioaufnahme
A smiling old woman at Lamay Island 20100503.jpg | by Hsiung/d6478coke | wikimedia_commons | CC BY 2.0

Zwei Generationen, eine Stimme: Peter Maffay und Johannes Oerding haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint. In einem aktuellen Gespräch mit dem Stern sprechen die beiden Musiker über den Verlust ihrer Väter, ihre musikalische Entwicklung und ihre Sorge um die politische Stimmung in Deutschland.

Der 75-jährige Peter Maffay und der 43-jährige Johannes Oerding verbindet nicht nur die Leidenschaft für die Musik. Beide haben ihre Väter früh verloren – ein Erlebnis, das ihre Karriere und ihr persönliches Leben maßgeblich geprägt hat. Maffay, der als Kind rumäniendeutscher Eltern in Siebenbürgen aufwuchs, verlor seinen Vater, als er selbst noch jung war. Oerdings Vater starb, als der Sänger 14 Jahre alt war. Im Interview wird deutlich, wie dieser Verlust beide Künstler bis heute beeinflusst.

Verbindung durch Musik

Musik sei für beide nicht nur Beruf, sondern auch Verarbeitung. „Jetzt bequem zu sein, wäre gefährlich“, sagt Maffay mit Blick auf sein künstlerisches Schaffen. Der Rockmusiker, der seit über 50 Jahren auf der Bühne steht, betont, dass Stillstand für ihn keine Option sei. Auch Oerding sieht die Musik als Medium, um emotionale und gesellschaftliche Themen zu verarbeiten. Beide Künstler arbeiten regelmäßig an neuen Projekten und touren durch Deutschland.

Die Verbindung zwischen den beiden Musikern ist nicht neu. Bereits 2022 traten sie gemeinsam bei einem Konzert in Hamburg auf. Oerding, der als einer der erfolgreichsten deutschen Popmusiker der Gegenwart gilt, bezeichnet Maffay als wichtigen Mentor. Maffay wiederum schätzt die Authentizität und die textsichere Haltung des jüngeren Kollegen.

Sorge vor gesellschaftlicher Spaltung

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der gesellschaftliche Rechtsruck in Deutschland. Beide Künstler äußern sich besorgt über die zunehmende Polarisierung. Maffay, der sich immer wieder politisch engagiert hat, warnt vor Gleichgültigkeit. Oerding ergänzt, dass Kunst und Kultur eine Verantwortung hätten, Haltung zu zeigen. Sie sehen die Musik als verbindendes Element in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen.

Die Aussagen der Musiker kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Debatte über Rechtsextremismus und Populismus in Deutschland wieder an Intensität gewonnen hat. Insbesondere die bevorstehenden Landtagswahlen in mehreren Bundesländern und die gestiegenen Umfragewerte für die AfD sorgen für Diskussionen. Künstler und Kulturschaffende melden sich zunehmend zu Wort, um gegen rechtsextreme Tendenzen zu protestieren.

Wichtige Fakten

Aspekt Details
Künstler Peter Maffay (75) und Johannes Oerding (43)
Interview-Quelle Stern Kultur
Thema Vaterverlust, Musik, gesellschaftlicher Rechtsruck
Bedeutung Künstlerische Positionierung gegen politische Polarisierung

Künstlerische Verantwortung

Maffay und Oerding sind sich einig, dass Künstler nicht neutral bleiben dürfen. „Wir müssen Farbe bekennen“, so Maffay. Oerding ergänzt, dass die Bühne ein Ort sei, an dem man nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen könne. Beide Musiker haben in der Vergangenheit immer wieder Benefizkonzerte und Kampagnen unterstützt, die sich gegen Rassismus und Ausgrenzung richten.

Für die Leser von Kino6 Community ist dieses Interview relevant, weil es zeigt, wie prominente Persönlichkeiten der deutschen Unterhaltungsbranche – die sonst oft im Fokus von Film, Streaming und Serien stehen – auch abseits der Leinwand und Bühne Stellung beziehen. Die Haltung von Künstlern wie Maffay und Oerding prägt das kulturelle Klima in Deutschland und beeinflusst, wie gesellschaftliche Themen in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Ausblick

Das vollständige Interview ist im Stern erschienen. Es bietet einen seltenen Einblick in die persönlichen Lebenswelten zweier der bekanntesten deutschen Musiker. Leser, die sich für die Verbindung von Popkultur und gesellschaftlicher Verantwortung interessieren, finden dort weitere Details zu den biografischen Hintergründen und den konkreten Projekten, an denen die Künstler derzeit arbeiten.

Quelle: Stern Kultur – https://www.stern.de/kultur/musik/peter-maffay—jetzt-bequem-zu-sein–waere-gefaehrlich–38290002.html

Quelle

Stern Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-09-22T22:01:00+00:00