Charles Spencer erhebt schwere Vorwürfe gegen Königshaus: „Diana litt als Kind unter ADHS und Legasthenie“
In einem neuen Buch über seine Schwester Prinzessin Diana enthüllt Charles Spencer, dass diese bereits als Kind unter ADHS und Legasthenie litt. Er kritisiert die fehlende Unterstützung durch die Schule und erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen König Charles III.


Charles Spencer, der jüngere Bruder von Prinzessin Diana, sorgt mit seinem neuen Buch für Schlagzeilen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ spricht er über die Kindheit seiner berühmten Schwester und erhebt schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus. Das Buch mit dem Titel „Swan Song. Diana, meine Schwester“ erscheint am 22. September und verspricht neue Einblicke in das Leben der 1997 verstorbenen Prinzessin.
Dianas unerkannte Neurodivergenz
Charles Spencer behauptet, dass Diana als Kind sowohl an ADHS als auch an Legasthenie litt. „In England wurde damals kaum Rücksicht auf Kinder mit Neurodivergenz genommen“, erklärte er. Diana sei in der Schule zwar sehr beliebt, sportlich und eine hervorragende Schwimmerin gewesen, habe aber große Schwierigkeiten bei schulischen Aufgaben gehabt. „Sie besaß eine hohe emotionale Intelligenz, doch sie hatte Schwierigkeiten bei schulischen Aufgaben“, so Spencer. Er sieht in der mangelnden Unterstützung durch die Schule einen entscheidenden Grund für ihre späteren Probleme mit dem Selbstwertgefühl. „Wenn einem die Lehrer ständig sagen, dass man versagt, hinterlässt das Spuren“, betont er und fügt hinzu, dass er alle ihre Schulzeugnisse besitze. „Überall steht dasselbe: Sie konnte sich nicht konzentrieren und gab schnell auf, weil ihr die Dinge schwerfielen. Niemand erkannte, dass sie gezielte Unterstützung brauchte.“
Schwere Vorwürfe gegen König Charles
Das Buch enthält jedoch nicht nur persönliche Enthüllungen, sondern auch politische Brisanz. Spencer erhebt darin schwere Vorwürfe gegen König Charles III. Der Palast reagierte prompt mit einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme. „Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz geschwisterlicher Trauer den Verstand vernebeln, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise färben kann, die andere nicht erkennen“, hieß es in einer Stellungnahme vom 16. September 2026.
Spencer interpretiert das Dementi des Königshauses als Versuch, ihn zu „manipulieren“. „Es ist beleidigend, wenn die eigenen klaren Erinnerungen infrage gestellt werden, auch wenn das nur indirekt geschehen ist; die Wortwahl war sehr geschickt“, sagte er. Er kritisierte zudem, dass „Leute mobilisiert wurden – es gibt in England viele Speichellecker des Königshauses –, die sich zu Wort meldeten und Dinge gegen mich vorbrachten.“ Die Auseinandersetzung zwischen dem Königshaus und dem Bruder der verstorbenen Prinzessin zeigt, wie tief die Wunden auch fast 30 Jahre nach Dianas Tod noch sitzen.
Wichtige Fakten
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Dianas Neurodivergenz | ADHS und Legasthenie laut Charles Spencer, unerkannt in der Schulzeit |
| Buchveröffentlichung | „Swan Song. Diana, meine Schwester“ erscheint am 22. September |
| Königshaus-Reaktion | Stellungnahme vom 16. September 2026 mit scharfer Zurückweisung der Vorwürfe |
| Spencers Kritik | Vorwürfe der Manipulation und Mobilisierung von Unterstützern des Königshauses |
Die besondere Beziehung der Geschwister
Charles Spencer und Diana standen sich zeitlebens sehr nah. Bei ihrer Trauerfeier im September 1997 hielt er eine bewegende Rede, in der er die mediale Jagd auf sie anprangerte. Diese enge Bindung verleiht seinen aktuellen Aussagen besonderes Gewicht. Spencer, der selbst als Historiker und Autor tätig ist, hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder kritisch über das Königshaus geäußert. Mit seinem neuen Buch geht er jedoch einen Schritt weiter und stellt die offizielle Darstellung des Palasts zu Dianas Leben und Tod direkt infrage.
Bedeutung für deutsche Leser
Die Enthüllungen von Charles Spencer sind auch für das deutsche Publikum von großem Interesse. Prinzessin Diana genießt in Deutschland bis heute eine außergewöhnliche Popularität. Ihre Geschichte – von der Märchenhochzeit über die gescheiterte Ehe bis zu ihrem tragischen Tod – fasziniert die Menschen seit Jahrzehnten. Zudem werfen die Vorwürfe gegen das Königshaus ein Schlaglicht auf die Frage, wie mit psychischen Erkrankungen und Neurodivergenz in der Öffentlichkeit umgegangen wird – ein Thema, das auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ausblick und Quellenlage
Das Buch „Swan Song. Diana, meine Schwester“ wird am 22. September veröffentlicht und dürfte für weitere Diskussionen sorgen. Die Stellungnahme des Palasts zeigt, dass das Königshaus die Vorwürfe ernst nimmt, auch wenn es sie öffentlich als „schrecklich fehlgeleiteten Fehler“ bezeichnet. Ob es zu einer weiteren Eskalation kommen wird, bleibt abzuwarten. Die Aussagen von Charles Spencer basieren auf seinen persönlichen Erinnerungen und den von ihm aufbewahrten Schulzeugnissen Dianas. Eine unabhängige Bestätigung dieser spezifischen Diagnosen aus der Kindheit liegt nicht vor.
Quelle: Bunte – Charles Spencer: Als Kind litt Diana an ADHS & Legasthenie
Quelle
Bunte Originalveroeffentlichung: 2026-09-21T22:00:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
