Christopher Nolan zeigt Sirenen in „Die Odyssee“ ohne Gesang – ein genialer Kniff
Christopher Nolan verzichtet in seiner monumentalen Homer-Verfilmung auf den berauschenden Sirenengesang – und setzt stattdessen auf die stumme Qual von Matt Damon. Ein Erzähltrick, der Fans und Kritiker gleichermaßen begeistert.


Christopher Nolan (56) hat mit seiner Verfilmung von Homers Epos „Die Odyssee“ gerade die Kinos erobert – und eine Szene sorgt weltweit für Gesprächsstoff. Der Regisseur entschied sich für den legendären Auftritt der Sirenen gegen eine traditionelle Darstellung: Statt betörenden Gesang zu zeigen, blendet er den Ton komplett aus und konzentriert sich ganz auf die Reaktionen der Schauspieler. Die Sequenz, in der Matt Damon (55) als Odysseus an den Mast gefesselt ist, während seine Crew an den Sirenen vorbeirudert, wird bereits als einer der intensivsten Momente des Films gefeiert.
Die Szene im Detail
Der Filmemacher setzt auf subjektive Wahrnehmung statt auf überirdische Klänge. Wie unter anderem Kino.de berichtet, wird der Ton in dem Moment dumpf und gedämpft, als sich Eurylochos (Himesh Patel) Wachs in die Ohren stopft. Die Kamera bleibt auf dem Gesicht von Matt Damon, der zwischen Rausch und Qual schwankt, während seine Mannschaft konzentriert weiterrudert. Besonders drastisch wird es, als Anachialus, gespielt von Will Yun Lee (55), sich die Wachspropfen wieder herausreißt und – trotz des Widerstands seiner Gefährten – vom Schiff springt und den Sirenen entgegenschwimmt. Diese Entscheidung, den Gesang auszublenden, zwingt das Publikum, die Gefahr allein durch die Darstellung der Figuren zu erleben.
Nolans Handschrift
Für Kenner von Christopher Nolans Werk ist dieser erzählerische Kniff typisch. Der Brite ist bekannt dafür, große Themen über Stilmittel statt über Effekthascherei zu erzählen. Er bevorzugt physische Effekte und rückt die subjektive Wahrnehmung seiner Figuren in den Vordergrund. In „Die Odyssee“ interessiert ihn weniger das Äußere der Fabelwesen als die innere Zerrissenheit von Odysseus, der nach Jahren auf See mit seiner eigenen Sehnsucht und Angst vor der Heimkehr konfrontiert wird. Die Sirenen werden so nicht zu einem spektakulären Monster, sondern zu einem Spiegel der Heldenseele.
Reaktionen und Bewertungen
Das Fantasy-Epos fährt laut Rotten Tomatoes sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum fast durchweg Bestnoten ein. Im Netz wird vor allem die Sirenen-Sequenz heiß diskutiert. Viele Fans loben die Entscheidung, den Gesang auszublenden, als „Kopfkino statt Kitsch“ und „mega wirkungsvoll“. Eine Minderheit findet den Ansatz „zu verkopft“ und vermisst den betörenden Klang. Die Diskussion zeigt, wie sehr Nolan es schafft, das Publikum zum Nachdenken zu bringen – selbst über eine scheinbar klar definierte Szene der Vorlage.
Bedeutung für den Film
Die Szene ist mehr als ein origineller Einfall: Sie illustriert, wie Nolan den gesamten Film anlegt. Statt einer simplen Abenteuergeschichte erzählt er eine psychologische Reise. Odysseus‘ Kampf gegen die Sirenen wird zur Metapher für die innere Zerrissenheit eines Mannes, der zwischen Heimweh und Verzweiflung schwankt. Für viele Kinofans dürfte diese Sequenz zu den Momenten gehören, über die noch lange nach dem Abspann gesprochen wird.
| Wichtige Fakten | |
|---|---|
| Regisseur | Christopher Nolan (56) |
| Film | „Die Odyssee“ (2026) |
| Hauptdarsteller | Matt Damon als Odysseus |
| Besondere Szene | Sirenen-Auftritt ohne Gesang, nur stumme Mimik |
| Bewertung | Fast durchweg Bestnoten auf Rotten Tomatoes |
Quelle: Promiflash – „Die Odyssee: Nolans geniale Lösung für Sirenen-Szene“ (31. Juli 2026) – https://www.promiflash.de/news/2026/07/31/die-odyssee-nolans-geniale-loesung-fuer-sirenen-szene.html
Quelle
Promiflash Originalveroeffentlichung: 2026-07-31T12:48:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
