Nach „Die Odyssee“: Christopher Nolan denkt laut über Horrorfilm nach
Christopher Nolan hat in „Die Odyssee“ deutliche Horrorelemente eingebaut und verrät im Interview, dass ihn das Genre reizt. Ob ein reiner Horrorfilm folgt, bleibt offen – doch der Regisseur nennt entscheidende Bedingungen.


Christopher Nolan hat mit „Die Odyssee“ einen monumentalen Historienfilm abgeliefert – und gleichzeitig die Genre-Grenzen verschoben. In mehreren Szenen des aktuell laufenden Kinofilms setzt der Regisseur auf unheimliche, fast horrorartige Momente. Im Gespräch mit dem Branchenmagazin The Hollywood Reporter ließ Nolan nun durchblicken, dass ihn genau diese Sequenzen auf den Geschmack gebracht haben. Ein reiner Horrorfilm sei möglich, aber nur unter einer Bedingung.
Horrorelemente in der Odyssee
In „Die Odyssee“ verkörpert Matt Damon den griechischen Helden Odysseus, der auf seiner Heimreise unter anderem einem Zyklopen gegenübertritt. Besonders die Figur der Zauberin Circe, gespielt von Samantha Morton, sorgt für düstere Töne: In einer Schlüsselszene verwandelt sie Odysseus‘ Männer in Schweine – und das ohne digitale Tricks. Morton betonte gegenüber Vanity Fair: „Ich muss nur sagen, es gibt kein CGI, und alles ist echt und in der Kamera.“ Genau darin liege die Magie des Kinos, so die Schauspielerin. Nolan, bekannt für seine aufwendigen praktischen Effekte, setzt damit auch in diesem Film auf handgemachte Illusionen, die unmittelbarer wirken als Computeranimationen.
Por que importa
Nolans Verhältnis zum Horrorgenre
Bereits im Filmpodcast von Empire hatte Nolan erklärt, dass er das Horrorgenre liebe, aber lange kein Konzept gefunden habe, das für ihn wirklich passe. „Man braucht eine unglaubliche Idee“, sagte er nun im THR-Interview. Der 55-Jährige stellte klar, dass ein Horrorfilm sehr sorgfältig gedacht werden müsse und es vor allem auf die Geschichte ankomme. Die Horrorelemente in „Die Odyssee“ hätten ihm gezeigt, dass er durchaus in diesem Register arbeiten könne – doch ob daraus ein eigenständiger Genre-Film entsteht, ließ er offen.
Praktische Effekte statt CGI
Ein zentraler Reiz der Horrorszenen in „Die Odyssee“ ist ihre handwerkliche Umsetzung. Samantha Morton hob hervor, dass die Verwandlungsszene ohne CGI auskommt – ein Markenzeichen Nolans, das schon in Filmen wie „Inception“ oder „Tenet“ für Staunen sorgte. Für Horrorfans ist das ein wichtiges Argument: Praktische Effekte erzeugen oft eine greifbarere Bedrohung als digitale Nachbearbeitung. Sollte Nolan tatsächlich einen Horrorfilm drehen, dürfte er auf diese Ästhetik setzen.
Contexto
Wichtige Fakten
| Film | Regisseur | Hauptdarsteller | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Die Odyssee | Christopher Nolan | Matt Damon, Samantha Morton | Deutliche Horrorelemente, keine CGI in Schlüsselszenen |
| Möglicher Horrorfilm (unbestätigt) | Christopher Nolan | noch unbekannt | Nolan fordert „unglaubliche Idee“ als Voraussetzung |
Was kommt als Nächstes?
Ob Christopher Nolan nach „Die Odyssee“ tatsächlich einen reinen Horrorfilm dreht, ist derzeit Spekulation. Die Aussagen im Interview zeigen jedoch, dass das Thema auf seiner Agenda steht. Fans des Regisseurs dürfen gespannt sein, ob er das Genre irgendwann mit seiner charakteristischen Mischung aus intellektueller Tiefe und visueller Wucht bedient. Bis dahin bleibt „Die Odyssee“ der Ort, an dem Nolan seine bisher ungewohntesten Szenen zeigt.
Für die Leser von Kino6 Community ist die Entwicklung relevant, weil Nolan zu den meistdiskutierten Regisseuren der Gegenwart zählt und ein Wechsel ins Horrorgenre neue Maßstäbe setzen könnte. Die deutsche Kinolandschaft verfolgt solche Projekte besonders aufmerksam, da Nolans Filme regelmäßig hohe Besucherzahlen erzielen und oft in deutscher Synchronisation laufen.
Quelle: Promiflash – https://www.promiflash.de/news/2026/07/28/nach-odyssee-macht-christopher-nolan-einen-horrorfilm.html
Quelle
Promiflash Originalveroeffentlichung: 2026-07-28T05:30:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
