Russland wirft Ukraine Tötung von Chefingenieur im AKW Saporischschja vor
Der russische Atomkonzern Rosatom beschuldigt die Ukraine, den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja durch einen Drohnenangriff getötet zu haben. Die internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) verurteilte den Vorfall als inakzeptabel.


Russland hat der Ukraine vorgeworfen, den Chefingenieur des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexander Jakowlow, durch einen gezielten Drohnenangriff getötet zu haben. Der Vorfall ereignete sich laut Angaben des russischen Atomkonzerns Rosatom am Mittwoch. Rosatom bezeichnete den Angriff als „gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes“. Jakowlow und sein Fahrer seien ums Leben gekommen, als eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte ein Dienstfahrzeug in der Nähe des Kraftwerks getroffen habe.
IAEA verurteilt Angriff
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, verurteilte den Vorfall auf der Plattform X. Er bezeichnete den Angriff als „inakzeptabel“ und als eine Gefährdung der nuklearen Sicherheit. Die IAEA rief zur Einstellung aller Angriffe auf oder nahe Nuklearanlagen und deren Personal auf. Zuvor hatte das russische Außenministerium die internationale Atomaufsicht aufgefordert, eine klare Positionierung zu dem Vorfall einzunehmen.
Por que importa
Wichtige Fakten
| Tatsache | Details |
|---|---|
| Vorfall | Angeblicher Drohnenangriff auf Dienstfahrzeug des AKW Saporischschja |
| Opfer | Chefingenieur Alexander Jakowlow und Fahrer |
| Beschuldigung | Russland wirft Ukraine gezielte Tötung vor |
| Reaktion IAEA | Verurteilung des Angriffs als inakzeptabel und gefährdend für die nukleare Sicherheit |
Das Atomkraftwerk Saporischschja, das größte in Europa, befindet sich seit März 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Frontlinie im Südosten der Ukraine. Obwohl alle sechs Reaktoren abgeschaltet sind, benötigt die Anlage weiterhin Strom für ihre Kühlsysteme und die Sicherheit.
Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 haben sich beide Seiten wiederholt gegenseitig beschuldigt, mit Angriffen auf das Kraftwerk eine Atomkatastrophe zu riskieren. Die genauen Umstände des aktuellen Vorfalls und die Beteiligung der ukrainischen Streitkräfte sind Gegenstand widersprüchlicher Darstellungen.
Die Meldung über die Tötung Jakowlows erfolgte über offizielle Kanäle von Rosatom und den Telegram-Kanälen des Kraftwerks. Zuvor war Jakowlow auf diesen Kanälen nicht erwähnt worden. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation im AKW Saporischschja weiterhin mit großer Sorge, da eine Eskalation der Spannungen in der Nähe der Anlage zu unvorhersehbaren Folgen führen könnte.
Quelle: Der Spiegel Kultur (https://www.spiegel.de/ausland/akw-saporischschja-russland-wirft-ukraine-gezielte-toetung-von-chefingenieur-vor-a-5a98c4fa-c41d-4ab9-9721-18daa8c85f08#ref=rss)
Quelle
Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-07-16T00:57:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
