Geheimer Mossad-Plan für Iran scheiterte – Merz unter Druck
Ein ambitionierter Plan des israelischen Geheimdienstes Mossad zur Regimewechsel in Iran, der auf Ex-Präsident Ahmadinejad setzte, ist gescheitert. Innenpolitisch sieht sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit sinkenden Umfragewerten und Autoritätsverlust konfrontiert.


Ein ehrgeiziger und komplexer Plan des israelischen Geheimdienstes Mossad, der auf die Beseitigung der iranischen Führung und die Installation des ehemaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad abzielte, ist offenbar gescheitert. Dies enthüllen Recherchen der israelischen Tageszeitung »Haaretz« und der »New York Times«. Der Plan, der als äußerst unrealistisch und kompliziert beschrieben wird, sah vor, dass der Mossad über einen Trick mittels eines befreundeten dritten Staates eine Klimakonferenz in Budapest organisiert, um Ahmadinejad einzuladen und so ein Treffen mit dem Chef des Geheimdienstes zu ermöglichen.
Geheimdienstoperation „Gestiefelter Kater“
Der Kern der Operation namens „Gestiefelter Kater“ bestand darin, die amtierende Führung des Iran zu stürzen und durch den Holocaustleugner und ehemaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad zu ersetzen. Dieser Plan wurde seit 2024 verfolgt. Berichten zufolge zeigten sich hochrangige Verantwortliche in Israel und den USA, darunter der damalige US-Vizepräsidentschaftskandidat JD Vance, Außenminister Marco Rubio und CIA-Direktor John Ratcliffe, skeptisch bis ablehnend gegenüber dem Vorhaben. Auch auf israelischer Seite gab es Bedenken vonseiten des Nationalen Sicherheitsberaters, des Generalstabschefs und des Militärgeheimdienstes. Dennoch soll Premierminister Benjamin Netanyahu fest an den Plan geglaubt und zunächst auch US-Präsident Donald Trump dafür gewonnen haben. Der Plan scheiterte jedoch, was die aktuelle Pattsituation im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran verdeutlicht und die Unsicherheit in wichtigen Seewegen wie der Straße von Hormus erhöht.
Merz unter Druck: Sinkende Umfragewerte und Autoritätsverlust
Währenddessen sieht sich Bundeskanzler Friedrich Merz in Deutschland innenpolitisch unter erheblichem Druck. Eine aktuelle Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend zeigt, dass nur noch 13 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden sind. Dies stellt einen historischen Tiefstand für einen amtierenden Bundeskanzler dar. Zusätzlich liegt die AfD laut der Erhebung fünf Prozentpunkte vor der Union, was trotz einer harten Migrationspolitik der Regierung bemerkenswert ist.
Machtverschiebungen in der Union
Die Umstände, die zum Zustandekommen des jüngsten Reformpakets führten, deuten zudem auf eine schleichende Verschiebung der Machtachsen innerhalb der Union hin. Berichten zufolge haben sich die Machtzentren vom Kanzleramt hin zur Fraktion, insbesondere zu Fraktionschef Jens Spahn und CSU-Innenminister Alexander Dobrindt, verlagert. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der Autorität und Führungsstärke des Bundeskanzlers auf.
Sommerpressekonferenz als Bühne
Um seine Position zu stärken und sich den Fragen der Hauptstadtmedien zu stellen, nimmt Bundeskanzler Merz an der traditionsreichen Sommerpressekonferenz teil. Hier wird er sich 90 Minuten lang den Fragen der Journalisten stellen. Es wird erwartet, dass Merz seine Rolle in der internationalen Politik und seine Stärke als »Außenkanzler« betont, insbesondere nach seiner Rückkehr von einem Treffen der »Koalition der Willigen« in Paris. Ob die versammelten Journalisten seine Darstellung akzeptieren werden, bleibt abzuwarten. Die Veranstaltung, die zu den launigeren im politischen Berlin zählt, unterliegt strengen Etikette-Regeln.
Wichtige Fakten
| Thema | Details |
|---|---|
| Mossad-Plan | Geheimer Plan zur Regimewechsel in Iran mit Ahmadinejad als Nachfolger. |
| Planungszeitraum | Seit 2024. |
| Scheitern des Plans | Recherchen von »Haaretz« und »New York Times« enthüllen das Scheitern. |
| Merz‘ Umfragewerte | Historisch niedrige Zufriedenheitswerte von 13 Prozent. |
| Politische Herausforderung | AfD liegt laut Umfragen fünf Prozentpunkte vor der Union. |
Diese Entwicklungen sind für die Leser von Kino6 Community von Interesse, da sie Einblicke in globale politische Spannungen und die Dynamiken der Macht in der deutschen Politik geben, die indirekt auch die Film- und Medienlandschaft beeinflussen können.
Quelle: Der Spiegel Kultur, https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-mossad-iran-friedrich-merz-putschversuch-tuerkei-2016-a-22a806ec-5d9d-4f35-97d8-d068d23a5e3a#ref=rss
Quelle
Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-07-15T03:42:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
