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Erneuter Blackout auf Kuba: Energiekrise verschärft sich

Nach einem inselweiten Stromausfall kämpft Kuba erneut mit der Energiekrise. Die Regierung macht US-Sanktionen verantwortlich, während die Infrastruktur marode bleibt.

News Veroeffentlicht 11 Juli 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Menschen stehen im Dunkeln in einer kubanischen Stadt.
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Kuba leidet erneut unter einem flächendeckenden Stromausfall. Nur wenige Tage nach dem letzten inselweiten Blackout ist die Stromversorgung am 10. Juli erneut zusammengebrochen. Das Energieministerium hat die Aktivierung von Notfallprotokollen zur Wiederherstellung der Stromversorgung bestätigt.

Diese erneute Unterbrechung verschärft die bereits angespannte Energiekrise auf der sozialistischen Karibikinsel, die seit Jahren unter den Folgen einer maroden Infrastruktur und eines von den USA verhängten Ölembargos leidet.

Offizielle Zeitung kritisiert Lage

Die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, „Granma“, bezeichnete den Zusammenbruch auf der Plattform X als „kritische Energiesituation, unter der das Land bereits schwer zu leiden hat“. Gemäß den Notfallprotokollen hat die Gewährleistung der Stromversorgung für kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser oberste Priorität. Die staatliche Stromgesellschaft UNE machte zunächst keine Angaben zu den genauen Ursachen des erneuten Ausfalls.

US-Sanktionen als Ursache?

Die kubanische Regierung sieht die Hauptschuld für die anhaltenden Stromausfälle bei den Sanktionen der USA. Insbesondere die Androhung von Strafzöllen durch US-Präsident Donald Trump im Januar für Länder, die Öl nach Kuba exportieren, hat zu einem fast vollständigen Stopp der Ölimporte geführt. Kuba kann somit nur einen Bruchteil seines benötigten Öls selbst decken. Die USA verfolgen mit diesen Maßnahmen das Ziel, eine wirtschaftliche und politische Öffnung der Insel nach ihren Vorstellungen zu erzwingen.

Proteste und Unzufriedenheit

Nach dem vorherigen Blackout kam es in Havanna vereinzelt zu Protesten. In den Stadtteilen Jaimanitas und Santa Fe zogen Hunderte Anwohner bei hohen Temperaturen durch die Straßen, schlugen auf Töpfe und forderten lautstark die Wiederherstellung des Stroms. Diese Demonstrationen spiegeln die wachsende Frustration der Bevölkerung über die andauernde Energiekrise wider.

Der landesweite Blackout am Montag war bereits der dritte in diesem Jahr. Bis zum späten Dienstagabend konnte das Problem in den meisten Regionen behoben werden, jedoch saßen viele Menschen weiterhin im Dunkeln. In Santiago de Cuba, der zweitgrößten Stadt des Landes, floss den Behörden zufolge weiterhin kein Strom.

Wichtige Fakten

Aspekt Details
Ereignis Zweiter inselweiter Blackout innerhalb einer Woche auf Kuba.
Betroffene Einrichtungen Krankenhäuser und kritische Infrastruktur haben Priorität bei der Stromversorgung.
Ursachen (laut Regierung) US-Sanktionen, die Ölimporte stark einschränken; marode Infrastruktur.
Bevölkerungsproteste Vereinzelt in Havanna nach vorherigem Blackout.

Die anhaltende Energiekrise auf Kuba hat direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen. Stromausfälle beeinträchtigen nicht nur den Komfort, sondern auch die Versorgung mit grundlegenden Gütern und Dienstleistungen. Die Abhängigkeit von externen Faktoren wie US-Sanktionen und die mangelnde Investition in die Infrastruktur verschärfen die Situation und führen zu wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Für Leser von Kino6 Community ist diese Entwicklung relevant, da sie Einblicke in die gesellschaftlichen und politischen Zustände eines Landes gibt, das oft im Fokus von Dokumentationen und Berichten steht, und die Herausforderungen hinter den Kulissen beleuchtet.

Quelle: Der Spiegel Kultur, https://www.spiegel.de/ausland/zweiter-inselweiter-blackout-auf-kuba-in-einer-woche-a-e0ad29e8-c92c-4566-b5a1-a3bdea72cfa7#ref=rss

Quelle

Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-07-10T22:33:00+00:00