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Mehrheit der Arbeitnehmer zweifelt an Rentenfähigkeit – DGB fordert Handeln

Eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt alarmierende Ergebnisse: Fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland glaubt nicht, bis zum Renteneintrittsalter arbeiten zu können. Besonders betroffen sind Berufe mit hoher körperlicher und psychischer Belastung.

News Veroeffentlicht 5 Juli 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Gruppe von Arbeitnehmern, die besorgt in die Ferne blicken.
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Die Aussicht auf das Rentenalter wirft bei vielen Arbeitnehmern in Deutschland ernste Fragen auf. Eine neue Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit, für die zwischen 2022 und 2026 fast 28.000 Beschäftigte befragt wurden, offenbart eine besorgniserregende Tendenz: Nur noch 53 Prozent der Befragten glauben, ihre aktuelle Tätigkeit bis zum gesetzlichen Renteneintritt ohne Einschränkungen ausüben zu können. Demgegenüber stehen 40 Prozent, die Zweifel haben, ob sie physisch oder psychisch bis dahin durchhalten können.

Besonders Alarmierend in Belastungsberufen

Die Ergebnisse sind in Berufen, die mit hoher körperlicher oder psychischer Belastung einhergehen, noch drastischer. In Branchen wie dem Handwerk, der Pflege, dem Baugewerbe und in Erziehungsberufen zweifelt sogar die Hälfte der Beschäftigten daran, ihren Beruf bis zum Renteneintrittsalter ausüben zu können. Die Studie nennt spezifische Beispiele: Im Sanitär-, Heizungs- und Klempnereibereich erwarten 72 Prozent der Beschäftigten, ihren Beruf nicht bis zur Rente ausüben zu können. In der Krankenpflege sind es 71 Prozent, in der Altenpflege 67 Prozent, in Hochbauberufen 66 Prozent und bei Erzieherinnen und Erziehern immerhin noch 57 Prozent.

Faktoren, die die Zweifel verstärken

Die Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit identifiziert mehrere Faktoren, die die Einschätzung der Arbeitnehmer negativ beeinflussen. Dazu zählen hohe körperliche Belastung, ständiger Zeitdruck, starke Lärmbelastung, lange Arbeitszeiten, geringe Handlungsspielräume sowie fehlende betriebliche Gesundheitsförderung. Diese Bedingungen scheinen die Zuversicht vieler Beschäftigter zu untergraben, ihren Beruf bis zum gesetzlichen Rentenalter fortführen zu können.

DGB-Chefin fordert politische Konsequenzen

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi bezeichnet die Studienergebnisse als „bitteren Befund“ und fordert die Bundesregierung auf, diese Realitäten bei ihren Rentenentscheidungen nicht länger zu ignorieren. „Statt die Messlatte beim Renteneintrittsalter immer höher zu legen, braucht es würdige Übergänge in die Rente und gesündere Arbeitsbedingungen“, betonte Fahimi. Sie appelliert daran, dass niemand wollen kann, dass sich ganze Generationen krank in die Rente schleppen und dann Rentenabzüge hinnehmen müssen.

Debatte über die Zukunft der Rente

Die Ergebnisse der DGB-Studie fallen in eine Zeit intensiver Debatten über die Zukunft der gesetzlichen Rente. Die Vorschläge einer Rentenkommission, die unter anderem eine Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 und die Einführung einer Kapital-Rente umfassen, werden derzeit von den Spitzen der Union und SPD diskutiert. Die Studie liefert jedoch wichtige Argumente für die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, anstatt primär das Renteneintrittsalter anzuheben.

Wichtige Fakten

Aspekt Ergebnis
Zweifel an Rentenfähigkeit 40% der Beschäftigten
Hohe Zweifel (Beispiele) Sanitär/Heizung (72%), Krankenpflege (71%), Altenpflege (67%)
Befragte Knapp 28.000 Beschäftigte (2022-2026)
DGB-Forderung Würdige Rentenübergänge, gesündere Arbeitsbedingungen

Die Erkenntnisse der DGB-Studie sind für die Leser von Kino6 Community insofern relevant, als sie einen tiefen Einblick in die Lebensrealitäten und Zukunftsängste eines großen Teils der deutschen Bevölkerung geben. Auch wenn die Seite primär über Kino und Unterhaltung berichtet, spiegeln solche gesellschaftlichen Entwicklungen und Debatten die Stimmung und die Sorgen der Menschen wider, die letztlich auch die Zielgruppe für Filme, Serien und Stars sind. Die Diskussion um das Renteneintrittsalter und die Arbeitsbedingungen betrifft jeden und formt das gesellschaftliche Klima, in dem auch die Unterhaltungsindustrie agiert.

Quelle: FAZ Feuilleton – DGB-Studie: Fast die Hälfte der Beschäftigten zweifelt am Durchhalten bis zur Rente (https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fast-die-haelfte-der-beschaeftigten-zweifelt-am-durchhalten-bis-zur-rente-accg-200998535.html)

Quelle

FAZ Feuilleton Originalveroeffentlichung: 2026-07-05T00:34:38+00:00