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Haftbefehl in Monaco nach Bombenanschlag auf ukrainischen Geschäftsmann

Die Justiz in Monaco hat Haftbefehl gegen eine verdächtige Person erlassen, die für den Bombenanschlag auf einen ukrainischen Multimillionär und seine Familie verantwortlich sein soll. Interpol wird zur Fahndung aufgerufen.

News Veroeffentlicht 3 Juli 2026 3 Min. Lesezeit Leonie Weber
Der Ort des Bombenanschlags in Monaco, eine Straße mit Wohngebäuden.
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Die Justiz im Fürstentum Monaco hat einen Haftbefehl erlassen und Interpol um internationale Unterstützung bei der Fahndung nach einer verdächtigen Person gebeten. Hintergrund ist ein Bombenanschlag, bei dem ein ukrainischer Multimillionär und dessen Familie schwer verletzt wurden. Die Ermittlungen deuten auf eine Frau, die sich als Mann ausgegeben haben soll.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Am Donnerstag teilte die Staatsanwaltschaft von Monaco mit, dass ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes und weiterer Delikte eingeleitet wurde. Der Anschlag ereignete sich am Montagabend. Ein unbekannter Täter legte ein Paket in der Eingangshalle eines Wohnhauses ab, das kurz darauf explodierte. Zum Zeitpunkt der Detonation kehrten die Bewohner – ein Paar und deren 13-jähriger Sohn – nach Hause zurück und wurden durch die Explosion verletzt.

Identität der Opfer

Bei den Opfern handelt es sich laut mehreren Quellen um den 58-jährigen Unternehmer Wadym Jermolajew, einen Multimillionär ukrainischer Herkunft, seine Partnerin und den gemeinsamen Sohn. Alle drei erlitten schwere Verletzungen. Jermolajew machte sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als Immobilienunternehmer einen Namen. Er besaß einst ukrainische Staatsbürgerschaft, gab diese aber vor Jahren ab. Jahren zählte er zu den hundert reichsten Menschen der Ukraine.

Das „Monaco-Bataillon“

Jermolajew zählt zur sogenannten „Monaco-Bataillon“, einer Gruppe von Geschäftsleuten und ehemaligen Oligarchen, die sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 steht Jermolajew in der Ukraine unter Sanktionen wegen seiner Geschäftsaktivitäten auf der von Russland annektierten Krim.

Verdächtige Person mit Fischerhut

Französische Medienberichte legen nahe, dass sich der Verdacht gegen eine Frau richtet, die sich möglicherweise als Mann ausgegeben hat. Überwachungsaufnahmen sollen die Person mit einem schwarzen Fischerhut zeigen. Die genauen Umstände und das Motiv für den Anschlag sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Wichtige Fakten

Information Details
Tatort Monaco
Opfer Wadym Jermolajew (ukrainischer Geschäftsmann), Partnerin, gemeinsamer Sohn
Tatvorwurf Versuchter Mord, Sprengstoffanschlag
Verdächtige Person Unbekannt, mutmaßlich als Mann verkleidete Frau
Ermittlungsbehörden Staatsanwaltschaft Monaco, Interpol

Die Entwicklungen in Monaco werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage und die kriminellen Aktivitäten, die auch wohlhabende Persönlichkeiten aus dem osteuropäischen Raum betreffen können. Für die Leser von Kino6 Community ist diese Nachricht von Interesse, da sie Einblicke in das Leben und die potenziellen Gefahren gibt, denen prominente Persönlichkeiten aus der Welt des Geschäfts und der Unterhaltung ausgesetzt sind, selbst abseits des Filmgeschäfts.

Quelle: Der Spiegel Kultur (https://www.spiegel.de/panorama/monacos-justiz-erlaesst-haftbefehl-nach-bombenanschlag-a-d54cbf63-93d6-41eb-b602-ae99eb87cb5e#ref=rss)

Quelle

Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-07-02T22:44:00+00:00