Rechtsruck im Silicon Valley“: Doku beleuchtet politische Umbrüche in Tech-Zentren
Eine neue Dokumentation auf 3sat untersucht, wie sich die politische Landschaft im Silicon Valley verändert hat und warum Tech-Größe Donald Trump unterstützen.


Zum 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten widmen die deutschen Sender zahlreiche Produktionen der Geschichte und der aktuellen Lage des Landes. Eine dieser Sendungen ist die Dokumentation „Rechtsruck im Silicon Valley“ von Cornelius Janzen, die auf 3sat ausgestrahlt wird. Der Film geht der Frage nach, warum führende Persönlichkeiten der US-amerikanischen Tech-Industrie, die einst als Hort der Freiheit und Gegenkultur galt, sich zunehmend zu autoritären oder gar faschistischen Ideen bekennen.
Der Blick richtet sich auf das Silicon Valley, das traditionell mit Innovation, Fortschritt und einer liberalen Grundhaltung assoziiert wurde. Doch die Dokumentation zeigt auf, dass diese Wahrnehmung Risse bekommen hat. Cornelius Janzen spricht für seinen Film mit verschiedenen Protagonisten, darunter der Literaturwissenschaftler Adrian Daub von der Stanford University. Daub äußert sich überrascht über die Entwicklung im Silicon Valley und sieht eine tiefe Kompatibilität zwischen dem Denken in der Tech-Branche und faschistischen Ideen. Er erklärt, dass eine autoritäre Kultur im Valley durch den Kult um „geniale Gründerfiguren“ und das unkritische Folgen dieser Persönlichkeiten immer stärker werde.
Por que importa
Wichtige Fakten
| Punkt | Details |
|————————|———————————————|
| Dokumentation | „Rechtsruck im Silicon Valley“ |
| Sender | 3sat |
| Thema | Politische Tendenzen im Silicon Valley |
| Interviewter | Adrian Daub (Literaturwissenschaftler) |
| Sendezeit | Samstag, 27.06., 19:20 Uhr (zeitlich begrenzt) |
Politische Bezüge und die Unterstützung für Donald Trump sind zentrale Aspekte der Untersuchung. Bei seiner zweiten Amtseinführung im Januar 2025 waren zahlreiche Spitzenvertreter der US-Tech-Konzerne unter den Gästen, darunter Mark Zuckerberg (Facebook), Sundar Pichai (Google), Jeff Bezos (Amazon) und Elon Musk. Auch Microsoft-Gründer Bill Gates lobte Trumps „incredible leadership“. Diese Männer gehören zu den reichsten und mächtigsten der Welt, und ihre Verbindungen ins Weiße Haus werden von vielen, einschließlich Janzen, als bedenkliche Allianz betrachtet.
Contexto
Die Dokumentation zeichnet ein düsteres Bild für die Demokratie. Elon Musk wird als Beispiel genannt, der zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als Leiter des Department of Government Efficiency daran arbeitete, demokratische Institutionen zugunsten technologischer Lösungen abzubauen. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur ursprünglichen Ideologie des Silicon Valley, das einst für Freiheit und Fortschritt stand.
Die Sendung „Rechtsruck im Silicon Valley“ ist ab dem Ausstrahlungsdatum für ein Jahr in der 3sat-Mediathek verfügbar. Dies gibt Zuschauern die Möglichkeit, sich eingehend mit den komplexen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in einem der wichtigsten Innovationszentren der Welt auseinanderzusetzen. Die Dokumentation fordert dazu auf, die Verbindungen zwischen Technologie, Macht und politischer Ideologie kritisch zu hinterfragen.
Quelle: Stern Kultur – „Rechtsruck im Silicon Valley“: Was ist los in der Bay Area? – https://www.stern.de/kultur/tv/was-ist-los-in-der-bay-area–37598196.html
Datos clave
| Punto | Detalle |
|---|---|
| Fuente | Stern Kultur |
| Fecha | 2026-06-24T22:00:11+00:00 |
| Tema | "Rechtsruck im Silicon Valley": Was ist los in der Bay Area? |
Quelle
Stern Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-24T22:00:11+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
