Donald Trump: Steuergelder sollen doch in Bau von Ballsaal geflossen sein
Einem Medienbericht zufolge könnte der umstrittene Ballsaal neben dem Weißen Haus deutlich teurer geworden sein als ursprünglich angegeben, und Steuergelder sollen eine Rolle spielen.


Donald Trump und Steuergelder – eine brisante Mischung, die nun erneut für Aufsehen sorgt. Einem Bericht der „Washington Post“ zufolge, auf den sich „Der Spiegel Kultur“ bezieht, soll der umstrittene Ballsaal neben dem Weißen Haus deutlich mehr kosten als die ursprünglich von Donald Trump kommunizierten Summen. Brisant dabei ist die Behauptung, dass ein erheblicher Teil der Kosten von den Steuerzahlern getragen werden könnte, obwohl Trump stets das Gegenteil behauptet hat.
Ursprünglich sprach Donald Trump von Kosten zwischen 200 und 400 Millionen US-Dollar für den neuen Ballsaal. Er betonte wiederholt, dass das Projekt für die Steuerzahler kostenlos sei und vollständig aus privaten Mitteln und durch Sponsoren finanziert werde. Doch nun legt ein Bericht, der auf Unterlagen der Baufirma Clark Construction basieren soll, eine andere Rechnung vor.
Por que importa
Die Baufirma soll die Gesamtkosten des Projekts inzwischen auf 600 Millionen Dollar (rund 517 Millionen Euro) beziffern. Laut dem Bericht geht aus diesen Unterlagen hervor, dass die Trump-Regierung beabsichtigte, die Hälfte dieser Summe, also 300 Millionen Dollar, aus Steuermitteln zu begleichen. Diese Schätzung soll bereits drei Wochen vor Trumps öffentlicher Erklärung, dass kein Steuerzahler auch nur zehn Cent beisteuern müsse, vorgelegen haben.
Zusätzlich zu diesen potenziellen Steuermitteln berichtet die „Washington Post“, dass bereits zum Zeitpunkt von Trumps Aussage Millionenbeträge an Steuergeld in das Projekt geflossen seien. Die Zeitung will im Besitz von sechs Kostenplänen sein, die zwischen Juli 2025 und März 2026 erstellt wurden und eine stetig steigende Kostenschätzung aufweisen.
Contexto
Ein Sprecher des Weißen Hauses hat auf Anfrage der „Washington Post“ lediglich erklärt, dass Präsident Trump und „großzügige amerikanische Patrioten“ rund 400 Millionen Dollar zur Finanzierung beisteuern würden, um einen sicheren Veranstaltungsort für zukünftige Präsidenten zu schaffen. Konkrete Fragen zu Steuermitteln und den angeblich steigenden Kosten ließ der Sprecher unbeantwortet.
Der Bau des Ballsaals ist nicht unumstritten. Im Oktober ließ Donald Trump den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für den Prunkbau zu schaffen. Dieser soll nach den Vorstellungen Trumps mit viel Gold, Marmor und üppigen Lüster ausgestattet werden und bis zu 1000 Gästen Platz bieten. Unter dem geplanten Ballsaal wird zudem ein bereits bestehender Präsidentenschutzraum zu einem modernen Bunker ausgebaut. Diese Absicherungsmaßnahmen sollen laut Berichten des Kongresses Kosten von bis zu einer Milliarde Dollar verursachen, die ebenfalls aus Steuern finanziert werden sollen.
Der Bauprozess selbst war und ist von rechtlichen Auseinandersetzungen begleitet. Nachdem Denkmalschützer scharfe Kritik geübt hatten, stoppte ein Richter im März den Bau des Ballsaals. Trump legte Berufung gegen dieses Urteil ein, während der Weiterbau des Bunkers genehmigt wurde. Es ist möglich, dass der Fall letztlich vor dem Obersten US-Gericht landet.
Diese Entwicklungen rund um den Ballsaal werfen ein Schlaglicht auf die Transparenz und die finanzielle Gebaren von Prestigeprojekten im Umfeld der US-Präsidentschaft. Für die Leser von Kino6 Community, die sich für Filme, Serien und die damit verbundenen Stars und Hintergründe interessieren, mag die politische Dimension dieses Bauprojekts abseits des üblichen Themenspektrums liegen. Dennoch illustriert die Debatte um die Finanzierung und die Kostensteigerungen die Komplexität und oft auch die Undurchsichtigkeit großer Bauvorhaben, die auch in der Welt des Hollywood-Glanzes und der Filmfinanzierung eine Rolle spielen. Die Diskrepanz zwischen öffentlichen Aussagen und internen Dokumenten wirft grundsätzliche Fragen über die Informationspolitik auf.
Wichtige Fakten
| Punkt | Details |
|---|---|
| Projekt | Ballsaal neben dem Weißen Haus |
| Ursprüngliche Kosten | 200-400 Millionen US-Dollar (laut Trump) |
| Angeblicher Endpreis | 600 Millionen US-Dollar (laut „Washington Post“) |
| Finanzierung | Trump behauptete vollständige private Finanzierung, Bericht spricht von Steuergeldern |
| Rechtslage | Gerichtsverfahren, Berufung gegen Baustopp eingelegt |
Quelle: Der Spiegel Kultur, https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-offenbar-fliesst-doch-steuergeld-in-den-ballsaal-und-der-us-praesident-soll-davon-gewusst-haben-a-5c6237e5-e2a3-4c48-850a-6c847538e11b#ref=rss
Quelle
Der Spiegel Kultur Originalveroeffentlichung: 2026-06-17T02:11:00+00:00
Leonie Weber
Kino-News-Redakteurin
